© Bundesheer

Chronik Burgenland
04/04/2020

"Brand aus" in Illmitz: Hubschrauber waren im Einsatz

Brand im Schilfgürtel bei Illmitz war nur per Luftweg zu erreichen. Militärhubschrauber halfen beim Löschen.

von Roland Pittner

Schwarze Rauchschwaden stiegen am Samstag über dem Neusiedler See auf. Die dunklen Wolken waren kilometerweit zu sehen. Der Brand im Schilfgürtel bei Illmitz war bereits am Freitag ausgebrochen.

Schon zu Mittag wurden die Einsatzkräfte mittels stillem Alarm zum Ried Sandeck alarmiert. Wegen der Ausgangsbeschränkungen wurde der Brand länger nicht entdeckt und war laut Feuerwehrsprecher Peter Kroiss „schon weit fortgeschritten“, als die Feuerwehr eintraf.

In der Nacht auf Samstag erlosch ein Brandherd von selbst. In Richtung Seebad loderten jedoch weiterhin Flammen auf einer Front von etwa zwei- bis dreihundert Meter Länge. Bis Samstagfrüh konnten die Einsatzkräfte den Flammen quasi nur zuschauen. „Wir konnten weder zu Fuß noch mit dem Boot zum Brandherd“, sagt Kroiss.

Deshalb hat die Feuerwehr um einen Assistenzeinsatz des Bundesheeres gebeten. Samstagvormittag wurden zwei Black Hawk Hubschrauber angefordert. „Um mit den Helikoptern den Brand aus der Luft zu löschen“, sagte Kroiss. Mit  3.000 Liter großen Wassertanks bewaffnet flogen die  Militärhubschrauber über die Flammen und warfen immer wieder Löschwasser ab. 

Wie lange die Löscharbeiten noch andauern werden, sei unklar. "Wir haben keine Erfahrungswerte mit Löscheinsätzen von Hubschraubern auf dem Neusiedler See", sagt Kroiss. Durch die Flüge werde auch das Ausmaß des Flächenbrandes sichtbar werden. Kroiss glaubt, dass die Angaben von 500 Hektar noch nach oben korrigiert werden müssen. Er rechnet mit bis zu 700 Hektar verbrannter Fläche.

Die Wasserbehälter befüllten  die Feuerwehren Illmitz, Apetlon und Wallern, die mit rund 70 Mitgliedern im Einsatz waren.  Mit vereinten Kräften aus der Luft und mit dem Löschboot Mörbisch konnten die Flammen am Samstagnachmittag unter Kontrolle gebracht werden. Gegen 16 Uhr wurde „Brand aus“ gegeben.  Eine Brandsicherheitswache wurde abgestellt, die das Gelände noch bis in die Abendstunden hinein beobachtet hat.

Am Löscheinsatz waren neben den Feuerwehren auch eine Bootsbesatzung aus Mörbisch sowie der Flugdienst der Landesfeuerwehrverbände Niederösterreich und Burgenland mit knapp 15 Mann im Einsatz. Das Bundesheer war mit zwei Hubschraubern und acht Soldaten beteiligt, auch zwei Polizeihubschrauber mit etwa acht Kräften seien im Einsatz gewesen, schilderte der Feuerwehrsprecher.

Die Brandfläche befindet sich zur Gänze im Naturschutzgebiet des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel. Zwischen 600 und 700 Hektar Schilfgürtel wurden ein Raub der Flammen. Bereits am Donnerstag war ebenfalls im Schilfgürtel bei Illmitz, etwa einen Kilometer vom Ausgangspunkt des  großen Brandes entfernt, ein Feuer entstanden. Dabei gingen rund zwei Hektar in Flammen auf. Das Feuer konnte aber rasch gelöscht werden.

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