© ZVG Energie 42

Chronik Burgenland
01/21/2020

Biomassekraftwerk-Betreiber will Doskozil-Aussage rechtlich prüfen

Eine Aussage in einem Interview über das Biomassekraftwerk in Heiligenkreuz lässt die Wogen hoch gehen.

Das Biomassekraftwerk Heiligenkreuz fordert seit Monaten eine Anschlussförderung für Biomasseenergie, der KURIER hat berichtet. Das Land hat bis jetzt nicht darauf reagiert. „Jetzt bekam das Biomassekraftwerk sein Fett ab, nämlich vom Landeshauptmann“, wie Energie 42-Geschäftsführer Peter Beisteiner erklärt. In einem Interview mit einer Regionalzeitung erklärte Hans Peter Doskozil bei einer Frage zur Klimapolitik: „Das beste Negativ-Beispiel ist das Biomasse-Kraftwerk in Heiligenkreuz, wo Investoren nur deshalb investiert haben, um die zwölf Millionen Euro Förderungen vom Land abzucashen.“

Beisteiner dazu: „Der Vorwurf, dass wir investiert haben, um Förderungen zu lukrieren, ist nicht nur ein schlechter Witz, sondern ruf- und kreditschädigend. Wir lassen die flapsigen Äußerungen des Landeshauptmanns von unseren Rechtsvertretern auf klagwürdigen Inhalt prüfen“, sagt Beisteiner. Denn es werde immer noch Strom und Wärme an burgenländische Haushalte geliefert.

Keine Lösung

Grund der Differenzen ist, dass das Burgenland noch keine Anschlussförderung für Strom aus Biomasse nach dem Vorbild anderer Bundesländer festgelegt hat. Seit 16. Mai 2019 ist die Ökostromförderung ausgelaufen, bis jetzt gibt es noch keine Lösung.

Das gilt nicht nur für Heiligenkreuz, es sind auch weitere Biomassekraftwerke im Burgenland betroffen, etwa jenes in Markt Sankt Martin, führt Beisteiner aus. „Das Land wird seine Klimaziele niemals erreichen, wenn es nur auf Wind und Fotovoltaik setzt. Es braucht den gesamten Mix an erneuerbaren Energieträgern. Denn wir produzieren auch dann Strom und Wärme, wenn die Sonne im Land nicht scheint und Flaute herrscht“, sagt Beisteiner.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.