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Chronik Burgenland Aus Ihrer Region
06/11/2020

„Wollen die Welt mit Musik besser machen“

Hannes Pauleschitz und sein Bandkollege Michael Komjati sind als „ois & nix“ zwischen Mundartpop und Jukebox unterwegs.

von Stefan Jedlicka

Sie machen schon seit vielen Jahren gemeinsam Musik. In der aktuellen Formation „ois & nix“ haben Hannes Pauleschitz und Michael Komjati jetzt aber nicht nur ihren bevorzugten Stil gefunden, sondern auch bereits die zweite CD aufgenommen. Sie seien „zwischen Mundartpop und Jukebox unermüdlich unterwegs, um die Welt mit ihrer Musik besser zu machen“, sagt der Drassburger Pauleschitz. Und: „Es gelingt meist sogar, man darf sich freuen.“

Live-Auftritte hatte das „moderne Pop-Projekt“, wie die beiden sich selbst nennen, bereits beim Wiener Donauinselfest, am Stadtfest Wien, in der Cselley Mühle in Oslip, im Offenen Haus Oberwart, oder beim Bildeiner Sommerfestival „picture on“.

Live in Schweden

Auch im ORF-Radio sind ihre Lieder immer wieder zu hören. Und sogar in Schweden – am „Baltic Songfestival“ – waren Pauleschitz und Komjati schon zu Gast. „Das war ein glücklicher Zufall“, erinnert sich Pauleschitz. „Damals ist gerade unsere erste CD herausgekommen. Die Veranstalter haben ein Lied von uns gehört und uns eingeladen. Wir haben dort unseren Deutsch-Pop gesungen.“

Live ist das im Raum Mattersburg gegründete Duo auch zu viert oder fünft zu sehen – mit Kontrabassist Sebastian Porstner, Keyboarder Roman Koller und Schlagzeuger Thomas Schmidt. Musikalisch haben Michael Komjati und Hannes Pauleschitz in der Vergangenheit schon viele Wege beschritten – und tun es auch heute noch: „Von der Rockmusik über Country bis hin zum (Austro-)Pop sind wir in verschiedensten Stilen zu Hause. Aktuell sind wir rockig unterwegs, von Kurt Ostbahn inspiriert im Sound. Mit eigenen Titeln und diversen Covers, haben wir nun endgültig unsere eigene Nische gefunden und das nicht nur musikalisch, sondern auch sprachlich.“ Im burgenländischen Dialekt serviert man alltägliche Betrachtungen mit einem Augenzwinkern, schlägt auch nachdenkliche Töne an. Man sei „immer auf der Suche nach dem Echten.“

Gute-Laune-Song

Parallel zu Komposition und Musik spiele für das Duo „die textliche Dimension des Liedguts eine wichtige Rolle“. Seit Jahren sammeln und bearbeiten sie Texte und Fragmente. Das neue, zweite Album im Vertrieb von Preiser Records, im Burgenland produziert, heißt „zwa“, die aktuelle Single „dei lebn“. „Ein Gute-Laune-Song im Reggaefeeling, grad in Corona-Zeiten wohl nötig“, meinen die beiden.

Zusammengefunden haben Pauleschitz und Komjati durch die Musik. „Wir waren in einer englischsprachigen Cover-Band, haben dann aber für einen Freund als Geburtstagsüberraschung ein Austropop-Lied zu zweit mit Akustikgitarre ausprobiert“, erinnert sich Pauleschitz. Erste Auftritte als „ois & nix“ folgten in Caféhäusern, 2013 kam die erste CD. „Und wir wurden im Radio gespielt. Das war cool.“ Aufgenommen hatten die beiden die Platte im Heimstudio, die Endfertigung erfolgte in Eisenstadt in einem professionellen Studio. Vertrieben wurde die CD vom südburgenländischen Verlag lex liszt.

Beim Start von CD Nummer zwei hatten „ois & nix“ weniger Glück: Er fiel genau mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie zusammen. „Jetzt steht leider alles. Vielleicht können wir in nächster Zeit einige Termine wahrnehmen, die schon geplant waren, das wissen wir aber immer noch nicht. Realistisch ist es erst wieder ab Herbst.“

Zwei Lehrer

Hauptberuflich sind beide als Lehrer tätig: Pauleschitz in einer Kindergartenschule in Wien, Komjati unterrichtet Latein und Englisch im Gymnasium Zehnergasse in Wiener Neustadt (NÖ). Während Letzterer nach wie vor im Burgenland lebt, kommt Pauleschitz nur an den Wochenenden aus der Großstadt in die Heimat. „Ich bin immer noch verwurzelt im Burgenland, natürlich auch durch die Musik“, sagt er. „Am Land ist vieles angenehmer, in Wien beginnt der Stress schon beim Parkplatzsuchen.“ Schon seit seiner Jugend habe er Musik gemacht, Gitarre gelernt, dann „alle möglichen Musik-Sparten“ ausprobiert. „In jungen Jahren eher lautere Sachen – Metal, Grunge, oder Rock“, lacht er. „Jetzt bin ich eher beim Leiseren.“

Komjati sagt von sich selbst, er sei in die Rolle als Sänger „hineingewachsen“. Denn: „Ich habe zwar Klavier und Schlagzeug gelernt, war aber sonst musikalisch noch recht unbeleckt, als wir als Duo begonnen haben.“ Live teile man sich den Gesang, bei eigenen Nummern übernimmt Komjati die Hauptstimme. Die Musik sei „ein schönes Korrektiv“ zu seiner Tätigkeit als Lehrer, findet er. Auf den CDs der beiden finden sich fast ausschließlich Eigenkompositionen. „Bei der ersten war ich noch mehr beteiligt, die zweite hat Hannes fast im Alleingang komponiert“, sagt der Sigleßer.

Mehr unter www.oisundnix.webnode.com

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