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Chronik Burgenland
04/18/2019

2.800 Hasen starben auf den burgenländischen Straßen

Die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Überfahrene Tiere können jetzt auch via Smartphone gemeldet werden.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Im Vorjahr sind im Burgenland laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) mehr als 2.800 Feldhasen und Wildkaninchen dem Kfz-Verkehr zum Opfer gefallen. Der Lebensraum von Feldhasen wird von immer mehr Straßen durchschnitten.

„Der Ausbau des Straßennetzes führt nicht nur zu mehr Kfz-Verkehr, sondern schränkt auch zunehmend den Lebensraum von im Freien lebenden Tieren ein. Im Schnitt durchschneiden 60 Kilometer Straßen den Lebensraum eines Hasen“, sagt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Im Burgenland ist das Straßennetz mehr als 10.000 Kilometer lang. Daten des Umweltbundesamts zeigen, dass die gesamten Verkehrsflächen bereits 155 Quadratkilometer ausmachen.

Erfasst werden von dieser Statistik aber nur die bei der Bezirkshauptmannschaft eingegangenen Meldungen, also 2.800. Die Dunkelziffer ist höher. Im Vorjahr wurden nämlich laut Jagdstatistik auf Burgenlands Straßen 3.956 Hasen und Wildkaninchen von Lkw und Pkw „erlegt“. Die Universität für Bodenkultur hat deshalb das Projekt „Roadkill“ gestartet, im Rahmen dessen via Smartphone überfahrene Tiere gemeldet werden können.