"Große Chance": Sieger des 1. Halbfinales

Erstes Halbfinale der "Großen Chance": Juror Sido über seine Favoriten und wen er lieber nicht in der Sendung hätte.

"Sagen wir, ich bin ein sympathischer Juror". Rapper Sido hat ein eindeutiges Bild von sich und seiner Performance im ORF . Dennoch: Es gibt Momente, da würde Sido "am liebsten Walkman hören", so langweilig ist ihm da. "Wenn die sich mit ihren Bändern an die Decke hängen", etwa. Mit Akrobatik kann man den Berliner mit dem losen Mundwerk also nicht beeindrucken. Dafür hat Juror Sido eine Favoritin im Halbfinale am Freitag: die 13-jährige Chiara Kerper (im Bild) aus Niederösterreich, die in der ersten Runde mit "Waka Waka" von Shakira Publikum und Jury beeindruckte. Für jene, die immer noch nicht wissen, wer Kandidat(in) Chonchita Wurst (im Bild) ist, hat Sido eine Erklärung: "’Ne Frau mit Bart und Wurst". Schwerer hat es der Kärntner Werner Otti (im Bild), der sich auf Wunsch des Publikums für das Halbfinale qualifizierte: "Den Typen hätt’ ich nicht mitgenommen", urteilt Sido über den 46-jährigen Musiklehrer, der mit der "John Otti Band" und Liedern wie "Ein Stern, der deinen Namen trägt" bei FPÖ-Wahlkampf-Auftritten spielte. Dabei gefällt es dem Performer mit dem bürgerlichen Namen Paul Würdig ansonsten gut in Kärnten: Er will dort ein Studio einrichten und seine nächste CD aufnehmen, erzählt er im Interview. Warum Kärnten? "Na, da bekommste für ein paar hundert Euro leicht die Staatsbürgerschaft, hab ich mir sagen lassen", weiß er über die "österreichischen Verhältnisse" gut Bescheid. Die versuchte ihm bereits Mitjuror Bernhard Paul näher zu bringen, nachdem Sido den Auftritt des Journalisten Michael Jeannée bei der "Großen Chance" kritisiert hatte. Mit Paul habe es seither eine Aussprache gegeben, das sei ein "älterer Herr, mit dem will ich nicht diskutieren."

Im Bild: Im Halbfinale Christian Kerschdorfer, 19 Jahre, Oberösterreich, Fußball-Akrobatik Der Streit zwischen Sido und der Krone ist nicht beigelegt, konkrete Fragen nach dem Stand der Dinge – Sido sprach von einer Klage gegen die Zeitung – beantwortet der 30-Jährige so: "Wie war die Frage?"

Ebenfalls im Halbfinale: Nicole Gelsinger, 22 Jahre, Oberösterreich, singt "Think Twice" von Celine Dion Sein Engagement in Österreich – nach der "Großen Chance" folgt die Dokusoap "Blockstars", bei der auch Lebensgefährtin Doreen mitarbeitet – werde in Deutschland wahrgenommen: "Man hat ein Auge auf euer beschauliches Ländchen."

Im Bild: Im Halbfinale Marcel Huber, 26 Jahre, Vorarlberg, singt Eigenkomposition "Rampenlicht" Wegen mangelnden Erfolgs hat er sich nicht aus Deutschland abgemeldet: das Album "23", das er mit Bushido (rechts im Bild) aufgenommen hat, ist bereits ein Chart-Hit. Dennoch: Wien ist jetzt sein Zuhause. Der Mietvertrag für das 130qm² Loft in Döbling ist unbefristet. Snob ist er im Nobelbezirk keiner: "Ich kaufe bei Penny ein."

Im Bild: Im Halbfinale, Drumartic, Tirol, Cooking-Percussion-Performance Eines geht ihm auf die Nerven: "Die Airline, wo sie klassische Musik spielen." Einmal hat er sich beschwert, da habe eine ältere Dame gerufen: "Sie Banause!"

Im Bild: Im Halbfinale Jonas Witt, 26 Jahre, Wien, schwebende Cyr-Wheel-Performance Zwölf Kandidaten treten in der ersten Halbfinalsendung am Freitag an: Die Artistin Viktoria Lapidus (35), der Sänger Werner Otti (46), die Sängerin Chiara Kerper (12), der Ballakrobat Christian Kerschdorfer (19), der Sänger Marcel Huber (26), der Artist Jonas Witt (26), die Akrobaten-Gruppe The Freaks, der Travestiekünstler Conchita Wurst (22); machte unter seinem bürgerlichen Namen Tom Neuwirth schon bei "Starmania" mit, die Percussiongruppe Drumartic, die Einrad-Akrobaten Hasar Pub Team, die Sängerin Nicole Gelsinger (22) und die Band Sondercombo.

"Die große Chance": Freitag, 21. Oktober, 20:15 Uhr, ORFeins
(kurier) Erstellt am
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