Im Bild Christian Struber, Bundesobmann der ARGE Eigenheim und Aufsichtsrat beim Verband der Österreichischen gemeinnützigen Bauvereinigungen. Foto: Peroutka, Abdruck honorarfrei

© Im Bild Christian Struber, Bundesobmann der ARGE Eigenheim und Aufsichtsrat beim Verband der Österreichischen gemeinnützigen Bauvereinigungen. Foto: Peroutka, Abdruck honorarfrei

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09/20/2019

„Bündnis für den Wohnbau“ präsentiert Forderungskatalog für neue Bundesregierung

Allianz von rund 100 gemeinnützigen Wohnbauunternehmen fordert nach WGG-Novelle weitere Reformen im sozialen Wohnbau

Im Kampf gegen die steigenden Wohnkosten und für zeitgemäße Wohnstandards mit Zukunftsorientierung haben sich kürzlich die rund 100 gemeinnützigen Wohnbauunternehmen der ARGE Eigenheim zum „Bündnis für den Wohnbau“ formiert. „Die Novelle des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes war richtig, doch jetzt gilt es, diesen Weg gezielt und sinnvoll fortzusetzen. Denn es ist wichtig, vor allem jungen Menschen Möglichkeiten zu bieten, Eigentum zu erwerben. Aber ebenso wichtig ist es, altengerechten Wohnraum zu schaffen, die Wohnkosten zu stabilisieren und klimaschutzorientiert zu agieren“, ist Christian Struber, Bundesobmann der ARGE Eigenheim und Geschäftsführer der Salzburg Wohnbau, überzeugt.

Ein Maßnahmenkatalog fasst die wichtigsten Forderungen an die neue Bundesregierung und die Strategie der Gemeinnützigen zusammen. Dazu zählen Eigentum stärken, altengerecht Wohnen, Wohnkosten stabilisieren, Nachhaltigkeit auf Dauer sichern sowie die Digitalisierung und Modernisierung im Wohnbau. „Unser Credo ist, soviel Eigentum wie möglich, so viel Miete wie notwendig. Und wir wollen eine dritte Säule zur Eigentumsbildung für die Mieter in gemeinnützigen Wohnbauten schaffen“, so Struber. Diese soll neben einem Sofortkauf und dem Mietkaufmodell mit Kaufoption ab dem 6. bis zum 20. Jahr, einen Wohnungskauf durch Ansparen bei laufender Miete innerhalb von 30 Jahren ermöglichen. Im Bereich „altengerecht Wohnen“ soll ein Fünf-Jahresprogramm in der Wohnbauförderung gestartet werden. Dabei sollen 30% der Mittel für Immobilien fürs Alter (Betreutes Wohnen, Altenheime, Seniorentageszentren, neue Wohnformen für ältere Menschen) bereitgestellt werden. „Wohnkosten sollten nie mehr als 30 Prozent des Haushaltseinkommens betragen. Deshalb ist es notwendig, Maßnahmen zur Stabilisierung zu setzen“, so Struber, der hier vor allem für die Einführung eines „Mieter-Managements“ plädiert. Damit soll eine einkommensgerechte Vergabe der Wohnungen sichergestellt werden.

Bei Neubauten soll in Zukunft im Sinne des Klimaschutzes Nachhaltigkeit auf Dauer gesichert werden. „Das betrifft sowohl die Energieversorgung als auch Mobilitätskonzepte für die Bewohner zur Nutzung des öffentlichen Verkehrs und erstreckt sich bis zu den Außenanlagen, die mit Blumenwiesen für Bienen sowie regionalen Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden sollen“, informiert Struber. Um die laufenden Betriebskosten zu senken, sollen Neubauten nur mehr mit Breitband-Internet-Versorgung zur effizienten Steuerung und Bewirtschaftung der Immobilien ausgestattet werden.

Der nächste Schritt der Allianz „Bündnis für den Wohnbau“ ist es, Partner im Wohnbau-Bereich wie beispielweise die Wirtschaftskammer, Immobilienverbände usw. einzuladen, der Vereinigung beizutreten und so die Kraft dieser Ideen zu verstärken. Gemeinsam soll auf „Bündnis für den Wohnbau“-Basis ein erweiterter Vorschlagskatalog für das Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung erarbeitet werden.

Die ARGE Eigenheim ist ein Zusammenschluss von rund 100 gemeinnützigen Wohnbauunternehmen in Österreich mit einem Verwaltungsbestand von über 300.000 Einheiten, etwa 5.000 Mitarbeitern und einem jährlichen Bauvolumen von mehr als einer Milliarde Euro.

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