Wird Wacker aus der Bundesliga weggelobt?

Den Innsbruckern wird häufig anerkennend auf die Schultern geklopft, aber die Punkte fehlen.
Zwei Fußballspieler kämpfen um den Ball während eines Spiels.

Wacker war die bessere Mannschaft. So werden sie bestimmt nicht absteigen“ (©Austria-Kapitän Manuel Ortlechner). „Kompliment an Innsbruck. Die haben keine Lizenz, viel Unruhe im Verein, und dann so eine Leistung. So kann nur eine Mannschaft auftreten, bei der es im Team passt“ (© Austria-Coach Peter Stöger).

Wird da gerade ein Verein aus der Bundesliga weggelobt?

Es vergeht kaum eine Woche, in der die gegnerischen Trainer und Spieler Roland Kirchler nicht anerkennend auf die Schultern klopfen, Komplimente verteilen und aufmunternden Applaus spenden. Doch so recht kann sich der Innsbrucker Coach darüber in dieser Phase der Meisterschaft nicht freuen. „Lieber wären mir die Punkte“, meint Kirchler.

Überlebenskampf

Denn so aufopfernd Wacker gegen die Austria kämpfte, so couragiert der Auftritt war und so sehr sich die Innsbrucker einen Punkt verdient hätten – am Ende standen sie wieder einmal in einem Duell mit einem Topklub mit leeren Händen da (0:3). Und als wäre das nicht bitter genug, blinkt nun drei Runden vor Schluss auch wieder die Rote Laterne überm Tivolistadion. „Aber jetzt interessiert mich der Tabellenstand nicht. Wichtig ist, dass wir nach der 36. Runde nicht mehr Letzter sind“, erklärt Kirchler.

Die Innsbrucker führen dieser Tage freilich einen Überlebenskampf an mehreren Fronten. Auch die Lizenz wurde noch nicht erteilt, da die Ausfinanzierung der Saison nicht gesichert ist und 200.000 Euro fehlen. Präsident Kaspar Plattner will diese Angelegenheit mittlerweile aber geklärt haben.

Der positive Lizenzbescheid wäre ein wichtiges Signal an die Spieler, weiß Trainer Kirchler, der in seiner Nebenfunktion als interimistischer Sportchef vorerst keine Weichen stellen kann. „So lange die Lizenz nicht da ist, unterschreibt kein Spieler.“

Bislang haben die Tiroler Spieler die Nebengeräusche stets gut ausgeblendet. Auch in akuter Abstiegsnot setzt der Trainer deshalb auf den Teamspirit innerhalb seiner Mannschaft. „Dieses Team hat richtig Herz und sich den Klassenerhalt auch verdient. Wir müssen jetzt nur ruhig bleiben und dürfen nicht die Nerven verlieren. Dann wird es für uns auch reichen.“

Bilder vom Bundesliga-Wochenende

Kommentare