"Steirischer Herbst": Liebe und andere Gefahren

Bis inklusive 13. Oktober wird Graz beim Steirischen Herbst wieder zur Bühne.
Vier Männer in Anzügen liegen auf dem Boden, der mit einer Karte oder einem Text bedeckt ist.

Der Auftakt ist geschafft. Mit einem wahren Kunst-Marathon ist in Graz der Steirische Herbst gestartet. Bis 13. Oktober bringt das von Veronica Kaup-Hasler geleitete Festival wieder viele internationale Künstler in die Steiermark. Das diesjährige Motto lautet dabei: „Alliancen, Mesalliancen und falsche Freunde: Liaisons dangereuses“ .

„Gefährliche Liebschaften“ also, die interdisziplinär auf vielfältige Weise beleuchtet werden. Das Festivalzentrum ist heuer das ehemalige Zollamt am Bahnhof, wo neben Aufführungen auch die Ausstellung „Liquid Assets“ zu sehen ist. Gezeigt werden auch Arbeiten der Choreografin Anne Juren („Happy end“), von Amund Sjölie Sveen („Economic Theory for Dummies“) oder von Dewey Dell („Marzo“).

Viele Spielstätten

Bespielt wird freilich auch die Helmut-List-Halle, dazu kommen aber ungewöhnliche Spielstätten wie der Dom im Berg, das Volkskundemuseum oder auch die Schlossbergstollen, wo etwa zeitgenössische Musik zu hören sein wird.

Ein Mann mit Tätowierungen singt in ein Mikrofon, während ein anderer an einem Laptop arbeitet.
Photo by Michael Rosenkranz Montage by Nikolaos Zachariadis
Denn das „Musikprotokoll“ ist auch in diesem Jahr ein Fixpunkt und bringt unter anderem die Komponistin Angelica Castello, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, das Klangforum Wien und DJ Patrick Pulsinger nach Graz.

Ferner gibt es die Reihe „Kaffe, Kuchen, Kino“, die interaktiven „Nights im Bunker“ oder die Konzertreihe „Bent Spoke“, die Livemusik eines großen Spektrums zwischen freier Improvisation, experimenteller Elektronik und Rock vorstellen wird.

Geführte Rundgänge in den diversen Ausstellungen sowie Kuratorengespräche runden das breit gefächerte Programmangebot ab.

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