Am Herd mit Martin Strobl
Neun Jahre wird er im Sommer, mein großer kleiner Bub. Sein allererster Berufswunsch war Fußballer, dann hat er auf Koch umgeschwenkt, derzeit möchte er Wirt werden. Bühnenwirt, so wie sein Papa. In Gutenbrunn im Waldviertel. Schon mit vier stellte Martin trocken fest: „Wenn der Papa stirbt, werde ich der Bühnenwirt.“ Winzer, Förster, Wirte, das steckt in seinen Genen. Bei der Auswahl des Rezepts sind wir uns schnell einig: selbstgemachte Nudeln. Die Eier dafür legen unsere eigenen Hühner im Weinviertel, die Suche nach Hartweizengrieß sparen wir uns, mit normalem, griffigem Mehl klappt’s bestens, das war doch schon bei unseren Großmüttern so.
Womit auch immer mich mein Sohn morgen überraschen wird, mein Muttertagsgeschenk hab ich schon: die Freude an unserem gemeinsamen Kochen und viele bunte Bilder.
Bunte Nudeln
Grüne Nudeln: plus 50 g passierter Spinat
Rote Nudeln: plus ein halbes Achterl Rote-Rüben-Saft
Gelbe Nudeln: 2-3 EL Wasser
Mehl abwiegen und auf die Arbeitsfläche schütten. In der Mitte eine Mulde machen, eine Prise Salz dazu, Eier hineinschlagen, mit Gabel oder Finger kreisförmig in das Mehl einarbeiten. Öl und „Farbe“ dazugeben und kräftig mit den Handballen durchkneten, bis der Teig glatt ist (ca. 10 Minuten). Ist der Teig zu weich, Mehl dazu, ist er zu fest, mit nassen Händen kneten. In Klarsichtfolie wickeln, mindestens 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Mit einer Nudelmaschine auswalken und schneiden. Dabei wichtig: immer wieder mit Mehl bestauben, damit die Nudeln nicht zusammenkleben. In Salzwasser kochen, in Butter schwenken, Parmesan drüberreiben.
5 Fragen
Welche Küche der Welt ist dir am liebsten?Die asiatische.
Was würdest du nie essen?Bananen.
Deine Lieblingsspeise?Gemüse-Wok mit Glasnudeln.
Welche Speise vermag es, dich zu trösten?Toastbrot mit Olivenöl und Paradeisern.
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