Chronik/Welt

Kathedrale von Notre-Dame: Ein bröckelnder Mythos

Sie ist das meistbesuchte Monument von Paris, die Kathedrale Notre-Dame auf der Ostspitze der Seine-Insel Ile de la Cité. Millionen Touristen bewundern jedes Jahr den imposanten Anblick einer der ältesten gotischen Kirchen Frankreichs.

Notre-Dame de Paris ist mehr als 850 Jahre alt, der Grundstein wurde im 12. Jahrhundert gelegt. Der Schriftsteller Victor Hugo stellte sie in den Mittelpunkt seines 1831 veröffentlichten Erfolgs-Romans „Der Glöckner von Notre-Dame“. Darin findet sich auch eine Art Alarmruf zum Zustand des Kirchengebäudes - ein paar Jahre später wurden dann tatsächlich umfangreiche Arbeiten begonnen.

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Überfällige Renovierungen

Es blieb bis heute die letzte umfassende Instandsetzung. In den 1990er Jahren wurde allerdings die Frontseite gereinigt. In den vergangenen Jahren wurde bekannt, dass das Wahrzeichen im Herzen der französischen Hauptstadt ein großes Problem hat: An vielen Stellen bröckelt die Bausubstanz, das vom Staat bereitgestellte Budget reichte nicht für eine umfassende Sanierung. Deshalb setzte die Kirche 2018 auf private Wohltäter. Eine Spendenkampagne sollte den stolzen Betrag von 100 Millionen Euro auftreiben.

Das nun ausgebrochene Feuer soll nun tragischerweise bei Renovierungsarbeiten ausgebrochen sein.

Flammen sind kilometerweit zu sehen

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