Chronik/Niederösterreich

Der erste Ausritt von Kickls berittener Polizei

Ein derzeit noch ungewöhnlicher Anblick bot sich Passanten Montagvormittag in Wiener Neustadt (NÖ): In der Stadt war erstmals überhaupt die neue berittene Polizei von Innenminister Herbert Kickl unterwegs - allerdings noch nicht zu Einsatzzwecken. Reiter und Tiere der neuen Einheit trainieren unter realen Bedingungen für künftige Einsätze.

Die Pferde sollen sich dadurch sowohl an Verkehr und Stadtgeräusche als auch an spielende Kinder gewöhnen. Der "Einsatz" auf der Straße ist eine weitere Stufe im Rahmen der Ausbildung der Tiere, nachdem bereits im Akademiepark sowie der dortigen Reitanlage trainiert worden war. In der Halle mussten sich die Tiere zuerst an Flaschengeklirr oder Autohupen gewöhnen.

Zebrastreifen werden geübt

Nun üben Pferd und Reiter den Umgang mit Autos und das Gehen über den Zebrastreifen. Das Training darf in Absprache mit Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) im Stadtgebiet durchgeführt werden.

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„Bei uns wird es Ausbildungsstreife genannt. Es geht darum Pferd und Reiter an die Einsätze im innerstädtischen Bereich zu gewöhnen“, sagt Ausbildungsleiter Oberstleutnant Thomas Meier. Zuvor wurde noch mit der Stadtverwaltung eine Vereinbarung getroffen, was die Entsorgung des Pferdemists betrifft. Überkommt die Tiere auf dem Streifgang ein persönliches Bedürfnis, werden die Haufen anschließend von der städtischen Müllentsorgung entsprechend entfernt.

Standort in Wien gibt es vermutlich noch längere Zeit keinen. „Das würde jetzt auch noch wenig Sinn machen. Wir wollen zuerst die Einsatzmöglichkeiten und Orte in Wien ausreichend erproben und dann einen Standort festlegen der sinnvoll ist. Das hängt natürlich auch davon ab wo die Pferde hauptsächlich in Wien in Einsatz sein werden“, sagt Cobra-Sprecher Gerald Haider.