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Eva Marold: „Rückkehr ins Burgenland ist fix geplant“

Das Schreiben ist für Eva Maria Marold eine größere Herausforderung als das Singen. „Es geht langsam voran, aber es macht Spaß“, erzählt sie schmunzelnd von der Arbeit an ihrem neuen Kabarettprogramm. „Vielseitig desintereressiert“ feiert im Februar 2020 Premiere. „Ich bin ja eigentlich Sängerin und durch viele glückliche Zufälle in die Kabarettszene gerutscht“, sagt sie.

Dabei schien es zunächst überhaupt in eine ganz andere Richtung zu gehen. Denn nach der Matura am Theresianum Eisenstadt wurde die begeisterte Sängerin bei ihrer ersten Aufnahmeprüfung am Konservatorium der Stadt Wien nicht angenommen. Also Plan B. Vier Jahre Englisch und Italienisch an der Universität Wien.

Verwandte in den USA

„Englisch hat mich schon immer interessiert. Wir haben Verwandte in den USA und die habe ich mit meinen Eltern mehrmals besucht“, lautet der pragmatische Teil der Begründung. Der emotionale Part geht auf Marolds Maturareise zurück: „Wir waren in Rimini und dort gab es so viele fesche Italiener mit denen ich reden wollte.“

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Trotzdem blieb das Singen Herzensangelegenheit. Beim zweiten Versuch klappte es am Konservatorium. Sie studierte musikalisches Unterhaltungstheater und klassischen Gesang. Dann auch Schauspiel in Los Angeles. „Ich wollte eigentlich nach New York, aber mein damaliger Freund wollte in L.A. den Hubschrauber-Flugschein machen, weil er dort billiger war, also bin ich mit ihm mitgegangen“, erinnert sich Marold.

Im Haifisch-Becken

Vom Hollywood-Glamour habe sie nicht allzu viel erlebt, dafür das Improvisieren gelernt, unerfreuliche Erfahrungen mit „linken Agenten“ und vermeintlichen Künstler-Agenturen gemacht: „Ich habe mich bei einer Agentur angemeldet, die Aufnahmegebühr bezahlt – und als ich kurz darauf hingegangen bin, waren die Fenster vernagelt.“ Die Enttäuschung hielt sich dennoch in Grenzen, denn Hollywood sei nie ihr Traum gewesen, sagt Eva Marold. „Es ist ein Haifisch-Becken voller Scharlatane.“

Musical-Erfolge

Zurück in Wien feierte sie ihren ersten großen Erfolg 1997 als Magda im Musical „Tanz der Vampire“. Für die Rolle gab es den International Musical Award Germany. Es folgten weitere Musicalrollen in „Mozart!“, „Jekyll & Hyde“ oder „Der Mann von La Mancha“. Eine Saison im legendären Kabarett „Simpl“ brachte die Sängerin nicht nur mit Kollegen wie Michael Niavarani oder Viktor Gernot in Kontakt, sondern auch mit dem Fernsehen.

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„Was gibt es Neues?“

„Denn durch dieses Netzwerk war ich bei der ersten Folge von ,Was gibt es Neues?‘ dabei“, verrät sie. Und nach 15 Jahren gehört die sympathische Burgenländerin noch immer zum Kernteam der erfolgreichen TV-Show. Ein enormer Schub für den Bekanntheitsgrad. „Wenn mich Leute erkennen, dann eigentlich nur durch ,Was gibt es Neues‘. Es macht großen Spaß“, sagt sie. Der Humor sei spontan, die lockere Atmosphäre echt. „Da kannst du nichts vorbereiten. Es geht um das Zusammenspiel mit den Kollegen, das auch immer von der Tagesverfassung abhängig ist.“ Das fertige Produkt im Freitagabend-Programm sieht Marold übrigens nicht: „Um die Uhrzeit schlafe ich schon“, lacht sie.

Tanz-Training

Harte Arbeit hingegen sei die Teilnahme am TV-Format „Dancing Stars“ gewesen. „Das war kein Spaziergang, aber nach der Show war ich toll trainiert“, erinnert sie sich.

Im Vergleich ihrer zahlreichen Engagements liege das Singen immer an der Spitze. „Es macht mir die meiste Freude“, sagt die zweifache Mama. „Am Fernsehen reizt mich mehr das Technische, am Theater das Sinnliche. Es ist faszinierend, wieviel im TV geschummelt werden kann.“ Schummeln ist als Alleinunterhalterin auf der Kabarett-Bühne keine Option. Also feilt die 51-Jährige weiter an ihrem neuen Programm. „Als Mama muss ich ja auch zusammenräumen, kochen und mich um die Buben kümmern. Andererseits liefern mir die Kinder sehr viel Material. Ich schreibe alles auf und suche dann zusammen, was ich davon verwerten kann.“

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„Halbe Burgenländer“

Aus beruflichen Gründen lebt Eva Marold in Wien. „Schon seit 1986. Und es war natürlich aufregend, in jungen Jahren hierher zu ziehen. Aber inzwischen laugt mich die Stadt aus. Ich bin gerne zu Hause bei meiner Familie im Burgenland, meine beiden Söhne sind halbe Burgenländer, weil sie es genauso lieben und meine Eltern eine große Unterstützung bei der Kinderbetreuung für mich sind.“ Daher plant sie bereits die totale Rückkehr: „Das ist ein fixer Plan“, sagt sie. „Ich hätte gerne ein Haus mit Garten. Derzeit geht es aber noch nicht, weil beide Kinder noch hier zur Schule gehen.“

Dann sind auch wieder Engagements bei burgenländischen Sommertheater-Produktionen möglich. In Kobersdorf stand Marold schon auf der Bühne. Zur Zeit ist das aber kein Thema, „weil ich mir die Ferienzeit für meine Kinder frei halte“.

Mehr zum neuen Programm und Terminen auf evamariamarold.at