Bank Austria stellt 200 neue Mitarbeiter ein
Zusammenfassung
- Bank Austria stellt 200 neue Mitarbeiter ein, um Kundenservice zu stärken und die Organisation zu verjüngen.
- Ein neues Kompetenzzentrum für Wohnfinanzierung wird im Sommer in Wien eröffnet, um auf die gestiegene Kreditnachfrage zu reagieren.
- Die Bank will verstärkt KMU als Kunden gewinnen und sieht sich trotz schwierigen Umfelds auf Wachstumskurs.
Die UniCredit Bank Austria wird heuer als Teil ihrer Wachstumsstrategie 200 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich einstellen. Der Prozess ist bereits angelaufen, Ziel der Neuaufnahme sei es, den Kundenservice weiter zu stärken und die Organisation zu verjüngen, kündigte Bankchef Ivan Vlaho im Gespräch mit Journalistinnen und Journalisten an. Außerdem plant das Geldhaus, im Sommer in Wien ein neues Kompetenzzentrum für das Geschäft mit Wohnkrediten zu eröffnen.
Hintergrund der neuen Filiale sei die wieder anziehende Kreditnachfrage aufgrund der gesunkenen Marktzinsen in der jüngeren Vergangenheit. "Wir sehen, dass der Markt wieder anspringt und wollen in diesem Segment weiter wachsen", erklärte Vlaho. Der Fokus soll daher speziell auf dem Wohn- bzw. Immobilienmarkt liegen und einer "One-Stop-Shop"-Logik folgen, sprich umfassende Unterstützung und Beratung bei Fragen rund um das Thema Wohnen und entsprechende Finanzierung bieten.
Mehr Mitarbeiter für stärkeres Wachstum
Die Aufnahme neuer Beschäftigter wiederum wird in den Bereichen Retail, im Unternehmenskundengeschäft und im Private Banking erfolgen. Es gehe darum, jünger zu werden und digitale Kompetenzen etwa im Bereich Künstliche Intelligenz in der eigenen Organisation zu stärken.
Gleichermaßen erfolge die Einstellungswelle im Sinne gezielten Wachstums und sei damit ein Signal gegen den Trend zur Verkleinerung im Bankensektor, sagte Vlaho. Allerdings hatte auch die Bank Austria in den vergangenen Jahren umstrukturiert und 2024 die IT-Tochter geschlossen, was einigen Mitarbeitern den Job kostete.
Fokus auf KMU
Als weiteren Teil der Wachstumsstrategie will die Bank künftig verstärkt kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) für sich gewinnen. "Unsere Stärke lag bisher bei größeren Kunden, in der Vermögensverwaltung und im Private Banking. Bei kleineren und mittleren Betrieben haben wir Chancen verpasst, deswegen investieren wir jetzt." Vlaho zeigte sich überzeugt, potenziellen Kunden in diesem Segment kompetitive Konditionen bieten zu können. Er verwies auf das gute Risikoprofil der Bank und eine gute Kapitalausstattung, auch gestärkt durch die Mutterfirma mit Sitz in Mailand. Schon im vergangenen Jahr habe man 1.000 neue KMU-Kunden angeworben, heuer sollen 1.000 weitere hinzukommen.
Mit der Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr gab sich der Manager zufrieden. Trotz "Gegenwinds" durch das Zinsumfeld und rund 50 Mio. Euro an zusätzlichen Bankensteuern habe man im Gegensatz zu vielen Konkurrenten keinen geringeren Gewinn geschrieben. Auch sei man gegen Risiken im Gewerbeimmobiliensektor, wo die Ausfallrate an Krediten hierzulande hoch ist, gut geschützt. Für heuer sieht Vlaho die Bank auf gute Ergebnisse zusteuern, konkrete Zahlen wollte er aber nicht nennen.
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