Salzburg und die Mission impossible

Ein Fußballtrainer gestikuliert neben einem Schiedsrichter auf dem Spielfeld.
Auf den Vizemeister warten in der Qualifikation extrem starke Gegner.

Ganz unerwartet kommt das nicht.“ Nüchtern kommentierte Salzburg-Trainer Roger Schmidt das Ende der Titelhoffnungen. Die Meisterschaft sei zwar ein Ziel gewesen, aber kein übergeordnetes. „Unser primäres Ziel war, eine Mannschaft aufzubauen und zu entwickeln“, erklärte der Deutsche .

Dass die Mannschaft, die er in Salzburg entwickelt hat, konkurrenzfähig im internationalen Wettbewerb sein soll, meinte Schmidt schon vor zwei Wochen. Ob das sein Team schon ist, wird sich im Juli und August zeigen.

Der Vizemeister darf wie Meister Austria in der Champions-League-Qualifikation antreten, hat aber den wesentlichen schwereren Weg in die Gruppenphase.

Ein Gegner in der Preisklasse von Düdelingen ist erst gar nicht möglich. Es warten nur Klubs aus Ligen, die in der europäischen Länderrangliste vor Österreich (Platz 15) klassiert sind.

Underdog

Salzburg ist in der dritten Qualifikationsrunde mit hoher Wahrscheinlichkeit ungesetzt. Von den möglichen fünf Gegnern in Runde 3 stehen mit Charkiw, Eindhoven und St. Petersburg schon drei fest, dazu kommen ziemlich sicher auch noch Fenerbahçe und Lyon – also alles Gegner, die von den finanziellen und sportlichen Möglichkeiten weit über Salzburg stehen.

Ein Aufstieg ins Play-off wäre eine Überraschung, das Erreichen der Champions-League-Gruppenphase eine Sensation. Noch nie hat ein Klub, der nicht aus einer Top-Nation kommt, über den Nicht-Meister-Weg die Qualifikation überstanden. Die Play-off-Sieger lesen sich wie das Who’s who des europäischen Fußballs. Darunter waren etwa die Bayern, Arsenal, Tottenham, Benfica, Atlético Madrid oder zuletzt Málaga.

Meister Austria

3. Runde
Slovan Bratislava (Slk)
Elfsborg (Sd)
Maccabi Tel Aviv (Isr)
Molde FK (Nor)
NK Maribor (Slo)

Play-off
FC Basel (CH)
Celtic Glasgow (Sco)
Steaua Bukarest (Rum)

Vizemeister Salzburg

3. Runde
Fenerbahçe (Tür)
Zenit St. Petersburg (Rus)
PSV Eindhoven (Nl)
Olympique Lyon (F)
Metalist Charkiw (Ukr)

Play-off
Arsenal (Eng)
AC Milan (It)
Schalke 04 (D)

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