Wohnen
25.07.2018

Zuhause schwitzen im eigenen Fitnessraum

Warum aber ständig ins Fitnessstudio trotten, wenn man alles zu Hause machen kann? Worauf es bei einem Home-Gym ankommt.

Die Fitnessbranche boomt. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Fitnessclub-Mitglieder in Österreich um rund 100.000 auf 740.000 – das sind etwa 8,6 Prozent der Bevölkerung. Dabei erweist sich das so genannte Home-Gym als wirkungsvolle Alternative zum klassischen Studio.

„Der Vorteil beim Training zu Hause ist, dass es gut in den stressigen Alltag eingebaut werden kann“, so Pascal Bauer, Sportwissenschaftler an der Uni Wien und Chef von U-Sports Personal Training. Und er ergänzt lachend: „Auch wenn die Geräte manchmal zu Keidungsständern umfunktioniert werden.“ Für ein gesundes Training seien neben den Geräten auch Faktoren wie Raumtemperatur und Licht wichtig. So liegt etwa die ideale Temperatur bei 16-18 Grad Celsius. Auch für genügend frische Luft sollte gesorgt sein. Zwar hänge ein erfolgreiches Training nicht allein von diesen Bedingungen ab, trotzdem sollten sie beim Einrichten des Home-Gyms nicht außer Acht gelassen werden, vor allem bei der Wahl des Zimmers.

Der richtige Raum

Welcher Raum eignet sich also am besten fürs Schwitzen zu Hause? Im Keller ist das Training auch ohne Fenster möglich, sofern gute Belüftung und ausreichend Licht vorhanden sind. Auch der Dachboden ist eine Möglichkeit, doch sollte man im Sommer für genügend Kühlung sorgen. Grundsätzlich sei ein normales Zimmer am geeignetsten, weil die Temperatur passt, sowie viel Frischluft und vorhanden ist, sagt Pascal Bauer weiter. Zwar könne man die Räume falls nötig immer mit Geräten wie Ventilatoren und Belüftungsanlagen ausstatten, aber man müsse dann immer auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung machen, ob das Training zu Hause noch billiger ist als in einem Studio. Weiters erklärt der Experte: „Die Statik eines Raumes spielt auch bei den schwersten Geräten keine Rolle, eine kleine Plattform ist aber ratsam, um den Boden zu schützen und Lärm zu vermeiden.“

Neben den Geräten sollte im Home-Gym ein großer Spiegel niemals fehlen, da nur so die Bewegungen richtig verfolgt werden können. Auch Musik für bessere Motivation ist wichtig: „Insgesamt sollte im Raum einfach eine angenheme Atmosphäre herrschen“, so Bauer weiter. Bei den Geräten ist der Radergometer beliebt und preiswert. Zusammen mit einer platzsparenden Gummimatte, einer Sprossenwand und freien Gewichten könne man schon einen Großteil der Muskeln trainieren. Na dann, los gehts.