Souverän und frei von jeglicher Strenge

Der Entwurf für das Einfamilienhaus in Klosterneuburg stammt vom Architekturbüro Dreer2 und vereint das Wohnen auf einer Ebene mit fließender Leichtigkeit und Eleganz.

Zur Sommerfrische ins Grüne hinaus. Diese einst so typisch österreichische Gepflogenheit ist auch heute noch in Klosterneuburg rund um den Wienerwald zu spüren. Alte Gründerzeitvillen reihen sich noch immer entlang der Höhenstraße aneinander und schon erhält der Erholungsgedanke eine Gestalt. Immer häufiger jedoch werden die alten Bauwerke mit modernen Villen-Interpretationen konfrontiert. Ein gutes Beispiel dafür ist dieses Einfamilienhaus im Bungalow-Stil. Mitten auf einem stark abfallenden Südhanggrundstück steht der L-förmige Entwurf der Architekten Michaela und Andreas Dreer vom Klosterneuburger Büro Dreer2. Der schlanke 40 Meter lange Baukörper erstreckt sich auf über 234 Quadratmeter und wird über einen an den Carport angrenzenden, minimal definierten Eingangsbereich erschlossen. "Für die Bauherren war es der zweite Anlauf und deshalb für uns primär wichtig, Vertrauen aufzubauen. Jeder Wunsch sollte erfüllt werden, ohne dabei jedoch den festgesetzten finanziellen Rahmen zu sprengen", so Michaela Dreer. Die gesamte Wohnfläche von über 190 Quadratmetern wurde auf einer Ebene untergebracht. Die Idee eines Bungalows haben die Besitzer der Initiative der Architekten zu verdanken. Der barrierefreie Entwurf fügt sich sanft in die Landschaft ein, ohne dabei künstlich oder aufgesetzt zu wirken. Die Wohnebene erschließt sich über die gesamte Gartenseite. Der Atrium-ähnliche Innenhof sorgt für eine fließende Verbindung zwischen innen und außen. Zudem wollten Michaela und Andreas Dreer eine Architektur schaffen, welche die Verknüpfung zwischen beruflicher Repräsentanz und privaten Rückzug suggeriert. Mit zonierten Übergängen zum Schwimmbecken und zum Wellnessbereich wurde dem Außenraum eine neue Identität zugeteilt. Vier unterschiedlich breite Wohn- und Arbeitsbereiche gliedern den lang gestreckten Bau. Die Neben- und Sanitärräume an der Rückwand erhalten indirekte Beleuchtung über Lichtkuppeln. Die Raumhöhe von drei Metern und die großflächige Verglasung verleihen dem großzügig angelegten Raumprogramm Leichtigkeit. Bei der Einrichtung wurde verstärkt auf helle, gedämpfte Naturtöne und authentische Materialien gesetzt. Die Böden des gesamten Hauses und des angrenzenden Außenbereichs wurden mit naturbelassenen Travertinplatten verlegt. Der Einbau eines Kleinlastenaufzugs, zwischen Eingang und Lagerraum, ermöglicht einen flexible Materialtransport innerhalb des Hauses.
(KURIER) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?