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Buchtipp
12/06/2015

So finden Sie Ihren Stil

Annie Sloan stellt in ihrem neuen Buch verschiedene Einrichtungsstile vor. Zudem enthält der Ratgeber auch zahlreiche "Do-it-yourself"- Anleitungen.

Sie schätzen die ausgewogene Eleganz des Klassizismus oder finden den Industrie-Chic ganz interessant? Oder darf es doch ein bisschen bunter sein, ganz im Sinne des Bohème-Designs? Geschmäcker sind verschieden und genauso zahllos auch die Einrichtungsstile, die es gibt. Da verliert man schnell den Überblick und die Wohnung wird zu einem einzigen Chaos für das Auge. Annie Sloan, Expertin für Farbe und Effektmalerei, enthüllt deshalb in ihrem "Großen Wohnideen-Buch" die Geheimnisse gelungener Interieurs.

Die Merkmale des Retro-Stils: Kurvig.

Stromlinienförmige Ästhetik und kurvige, schwungvolle oder spiralige Möbel sind für den Retro-Stil charakteristisch und machen ihn unverkennbar. Das in der Nachkriegszeit entwickelte Design wirkt einerseits sparsam und schnörkellos, lässt mit verschiedenen Textilien und Ausstattungsgegenständen gleichzeitig aber viel Raum für Dekoratives. Die satten und lebhaften Farben geben den Räumen zusätzlich ein erfrischendes Ambiente. Die Muster wurden maßgeblich von dem abstrakten Kunstcharakter beeinflusst. Auch die Motive sind radikal vereinfacht, auf einzelne Linien und Grundformen reduziert und werden dann in künstlicher Weise wiederholt und neu zusammengesetzt. Erstmals hat das Retrozeitalter den Begriff des "funktionalen Wohnens" alltagstauglich gemacht, obwohl er im Grunde stärker durch die futuristischen, lebendigen Muster auf Keramik, Tapeten oder Textilien als durch seine Zweckmässigkeit gekennzeichnet ist.

Der Industrie-Chic stammt aus den späten 1960er-Jahren.

Zu dieser Zeit waren es vor allem Künstler, Designer, Schriftsteller und Drucker, die sich in den Fabriketagen von London und New York einrichteten. Nett und charmant kann man den Stil kaum nennen. Ganz im Gegenteil, er besticht hauptsächlich durch seinen reduzierten Charakter und wegen der Zurückhaltung der Einrichtung liegt besonderes Augenmerk auf den massiven Formen. "Der Reiz liegt in der Schlichtheit und der kompromisslosen Zweckmäßigkeit", schreibt Sloan. Zudem dürfen gebrauchte, aufgemöbelte Einrichtungsgegenstände, Leuchten aus Metall sowie umfunktionierte Kisten in keiner Industrie-Chic-Wohnung fehlen. Wichtig ist dabei nur, dass man den alten Stücken ansieht, dass sie schon ein Leben in der Fabrik oder im Büro hinter sich haben.

Der Bohème-Stil? Ein Mix aus bunten Mustern und Elementen.

Seine Ursprünge hatte der Trend im Paris der 1920er-Jahre. Zahlreiche Künstler und Musiker des "Jazz-Age" zog es damals in die französische Hauptstadt, um in bescheidenen Ateliers mit dekorativen Kleinigkeiten zu wohnen. Bohème, das übersetzt Böhmen heißt, setzt sich aus verschiedenen Mustern zusammen. Wichtig ist dabei nur, dass kein bestimmtes davon dominiert. "Die Kunst besteht darin, alle Elemente so zu kombinieren, dass das Gesamtbild nicht wirr oder unordentlich wirkt, sondern stimmig und zusammengehörig", erklärt die Wohnexpertin die grundlegenden Eigenschaften von Bohème. Das Interieur unterscheidet sich insofern von den anderen, als das kein bestimmtes kulturelles Thema vorherrscht, sondern ganz bewusst Dekorationen aus verschiedenen Kulturen kombiniert werden. Dabei ist Bohème nicht nur ein Wohnstil, sondern drückt eben auch ein Lebensgefühl aus.

Autorin Annie Sloan stellt neun Einrichtungsstile vor und gibt zahlreiche Tipps, um den Leser zum Nachahmen zu animieren. DVA Verlag, € 30,90
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