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Tischkultur
06/11/2015

Persönliche Note

Einladungs-, Namens- oder Menükarten sind wesentliche Elemente der gehobenen Tischkultur. Grafikerin und Interiordesignerin Judit Fortelny entwickelt Papeteriekonzepte und verrät Tipps zur Gestaltung.

Eigentlich übernehmen sie bei jeder Hochzeit eine tragende Rolle, denn immerhin führt die sogenannte Hochzeitspapeterie indirekt durch das gesamte Fest. Die Entscheidung, wie die Einladungskarten gestaltet werden, müssen bei der Planung ziemlich früh berücksichtigt werden.

Romantisch-rustikal: Ein Trend bei der Papeteriegestaltung.

"Im Idealfall schickt man die Karten ein halbes Jahr vor dem festgesetzten Hochzeitstermin aus. "Save-the-date"-Karten etwa können durchaus auch früher versendet werden", sagt Fortelny. Die Grafikerin entwickelt seit einem Jahr eigene Papeterie-Serien. Die Illustrationen und Grafiken werden von Hand gezeichnet und angebracht. "In den letzten Jahren hat sich gerade im Bereich der Hochzeitskollektionen viel getan. Der Trend geht verstärkt in Richtung floraler Elemente und es wird etwas schlichter. Beliebt sind etwa Zeichnungen von einfachen Kränzen. Bei der Papierart empfehle ich oft Kraftpapier. Diese Sorte hat eine hohe Festigkeit und besteht zu 100 Prozent aus Zellstofffasern."

Ein Stempel mit persönlichem Logo sorgt für einen charmanten DIY-Charakter.

Getrocknete Blütenelemente und Lavendelstiele zählen ebenfalls zu beliebten Motiven. In Kombination dazu wird als Schriftfarbe vorzugsweise ein Ton gewählt: "Gold steht nach wie vor für Eleganz. Verbindet man dies etwa mit einem handgeschöpften Papier in neutralen Farben, wird der Papeterie eine exklusivere Note verliehen", erklärt Fortelny. Viele Paare lassen sich mittlerweile auch ein eigenes Logo entwerfen: "Entweder man entwickelt ein Symbol oder kreiert ein Logo mit den Initialen des Paares – dadurch erhalten die Serien auch einen DIY-Charakter.

Der rote Faden einer Hochzeit: ein individueller Schriftzug.

Kalligrafen werden mittlerweile immer häufiger engagiert, um auch für Hochzeitsfeierlichkeiten individuelle Lettern zu gestalten. Mit dem Stil des Schriftverkehrs wird gleichzeitig auch der Stil der Hochzeit mitgetragen. Generell gilt: Bei der Hochzeitspapeterie sollte man versuchen, eine Linie zu verfolgen. Diese muss sich nicht zwingend dem Motto des Festes anpassen. Wichtig ist, dass sich die Elemente aus der Papeterie, die Schriftart oder das jeweilige Dekor konsequent durchziehen – von der Einladungskarte, dem Kirchenheft bis hin zu Buffetschildern. "Gastgeschenke können damit auch eine persönliche Note erhalten. Eine Idee ist etwa, kleine Vasen mit Namensschildern zu versehen. Sie fungieren als Tischdekoration, können mit nach Hause genommen werden und mithilfe der grafischen Elemente erhalten sie einen entsprechenden Wiedererkennungswert." Eine weitere Idee: "Beschriften Sie Platzteller mithilfe eines Porzellanstiftes. Hier kann man die Initialen, das Datum oder ein Logo unterbringen – für die Gäste wird es so zu einem sehr außergewöhnlichen Give-away."

www.jf-design-vienna.com

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