Tomaten

© violetkaipa/istockphoto

Gesunde Pflanzen
07/02/2016

Hilfe gegen Läuse und Schnecken

Starken und gesunden Pflanzen können Schädlinge in der Regel nichts anhaben. IMMO stellt drei Mittel zur Kräftigung vor, die ohne großen Aufwand zu Hause nachgemacht werden können.

Tomatenjauche

Schützt Salatblätter und lässt keine Schnecken ins Beet

Dazu wird ein Kilogramm Tomatenseitentriebe sowie -blätter zerkleinert und mit zehn Liter Regenwasser angesetzt. Nach zwei Tagen wird das Gemisch abgesiebt und im Verhältnis eins zu zwei mit Wasser verdünnt. „Um Geruchsentwicklung zu vermeiden, kann zudem etwas Gesteinsmehl hinzugefügt werden“, sagt Martina Lanzinger von der Umweltberatung. Die Jauche sollte allerdings nicht direkt auf die Blätter gegossen werden. Dies kann Verbrennungen hervorrufen. Richtig eingesetzt, ist sie vor allem gegen Schnecken ein wirksames Mittel. Im Verhältnis eins zu 20 verdünnt, eignet sich das Gemisch auch als Dünger für Gurken, Bohnen,Paprika und Kürbis.

Brennesselbrühe

Eine Tinktur zur Förderung von Gemüsesorten

„Brennnessel enthalten sehr viel Stickstoff und dienen deshalb vor allem zur Stärkung der Pflanzen“, so Lanzinger. Vor dem Pflücken sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter frei von Schmetterlingsraupen sind. Von unten nach oben lassen sich die Pflanzen gefahrlos angreifen. Handschuhe sind aber die sichere Alternative. 500 Gramm geschnittene Brennnessel werden mit fünf Liter Regenwasser ergänzt und täglich umgerührt. Bereits nach einigen Tagen setzt der Gärungsprozess ein und die Tinktur beginnt zu schäumen. Etwa 12 bis 14 Tage später (je nach Schaumentwicklung) kann der Bodensatz herausgenommen werden und die Brühe im Verhältnis eins zu zehn mit Wasser verdünnt werden. Sie sollte am besten morgens und an bedeckten Tagen ausgegossen werden, da der Geruch abends die nachtaktiven Schnecken anzieht und Sonneneinstrahlung die Gefahr der Verbrennung mit sich bringt.

Schmierseifenlauge

Das passende Rezept, um Läuse fernzuhalten

Diese hat sich besonders als Hausmittel gegen Blattläuse bewährt. Schmierseife ist im Gegensatz zu handelsüblicher synthetischer Seife ein natürliches und unparfümiertes Produkt und schadet der Pflanze nicht. Die Seifenlauge besteht aus einem Esslöffel Seife pro Liter Wasser. Noch effizienter wird das Spritzmittel, wenn ein kleiner Schuss Spiritus dazugegeben wird. Das Gemisch wird dann mit einer Sprühflasche großzügig auf die befallenen Pflanzen aufgebracht. Es bildet einen feinen Film an der Blattoberfläche, unter dem die Blattläuse nicht mehr atmen können und verenden.

Hier zurück zum Themenschwerpunkt.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.