Eiskalte Engel: Industriemöbel im MAK

Das Museum für angewandte Kunst zeigt Industriemöbel von früher: Roh und ohne Geschmacksverstärker

Der subtile gestalterische Anspruch und die Verwendung von unbehandelten Materialien mit all ihren Gebrauchsspuren zählen zu den wohl wichtigsten Eigenschaften eines Industriemöbels. 

Im Bild: Ausstellungsansicht. MAK-Studiensammlung Möbel Vergleicht man diese Stücke mit zeitgenössischen Entwürfen, wirken sie im ersten Moment vielleicht etwas nackt und verloren, ...

Im Bild: Ausstellungsansicht. MAK-Studiensammlung Möbel ... doch die Stärke des Materials sorgt für ausgleichende Dominanz. 

Im Bild: Ausstellungsansicht. MAK-Studiensammlung Möbel Das Museum für angewandte Kunst am Wiener Stubenring widmet sich nun mit der Ausstellung "Industriemöbel – Prototypen der Moderne" diesem bisher kaum beachteten Phänomen der Designgeschichte.

Im Bild: Ausstellungsansicht. MAK-Studiensammlung Möbel Ihren Ursprung finden die Entwürfe im Industriezeitalter, wo diese für bestimmte Arbeitsabläufe zweckmäßig eingesetzt wurden.

Im Bild: Ausstellungsansicht. MAK-Studiensammlung Möbel Produktionsabfälle wie geschraubte oder geschweißte Eisenplatten, ...

Im Bild: Maschinentisch aus der Kromus-Fabrik, Wien, 1950er Jahre ... Metallbleche, Stahlrohre und Holzbretter wurden ohne jeglichen ästhetischen Anspruch miteinander kombiniert.

Im Bild: Hocker der Firma Rowac, Chemnitz, 1920er Jahre Die weitgehend freie Konstruktionsweise wurde auf das Wesentliche reduziert und gilt heute als Inbegriff der Funktionalität.

Im Bild: Spind aus der Kromus-Fabrik, Wien, um 1930 Es wird auf alles verzichtet, was dem Produktionsablauf nicht dient.

Im Bild: Werkzeugschrank der Firma Rascher, Nürnberg, 1940er Jahre Seit dem Ende des Industriezeitalters werden Industriemöbel vermehrt als modische Wohnaccessoires im privaten Rahmen verwendet. 

Im Bild: Hocker der Firma Bemefa, Karl-Marx-Stadt, 1940er Jahre Bei der Einrichtung städtischer Loftwohnungen etwa verbreiten sie bourgeoisen Chic, ... 

Im Bild: Arbeitstisch aus dem Eisenwalzenwerk, Sulzau-Werfen, 1950er Jahre ... weil sie für einen originellen und individuellen Lebensstil stehen. 

Im Bild: Werkzeugschrank aus der Glanzstofffabrik, St. Pölten, um 1920 Gleichzeitig bedienen sie ein nostalgisches Bedürfnis nach längst vergangenen Zeiten.

Im Bild: Arbeitstisch aus der Kromus-Fabrik, Wien, 1930er Jahre Die in der Ausstellung präsentierten Exponate stammen aus vier österreichischen Industriestandorten. 

Im Bild: Maschinentisch aus der Glanzstofffabrik, St. Pölten, um 1920 Internationale Fabriksentwürfe aus Frankreich, Deutschland und England runden das Ausstellungsprogramm ab.

Im Bild: Industriehocker der Firma Singer, New York, um 1900 Mit ihrer einfachen und geradlinigen Bauweise hatten sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch Einfluss auf die Gestalter der klassischen Moderne.

Im Bild: Hocker aus dem Eisenwalzenwerk, Sulzau-Werfen, 1930er Jahre Info

Von 24. Mai bis 30. Oktober findet im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) die Ausstellung "Industriemöbel – Prototypen der Moderne" statt.

Öffnungszeiten: 
Di. "MAK Nite": 10.00–24.00 Uhr, 
Mi.–So.: 10.00– 18.00 Uhr, 
www.mak.at

Im Bild: Stellage mit Rollen aus dem Eisenwalzenwerk, Sulzau-Werfen, ca. 1950er Jahre
(KURIER / Ankica Nikolic, sog) Erstellt am
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