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Wohnen
11/04/2019

Dieser moderne Neubau überrascht im ersten Wiener Bezirk

Aus der ehemaligen Investkredit-Zentrale in der Wiener Innenstadt wurde ein Wohnbau, in dem Gemeinschaft sehr wichtig ist.

von Barbara Nothegger

In der Wiener City begegnet man auf Schritt und Tritt historischer Substanz. Moderne Architektur? Hat Seltenheitswert. Umso bemerkenswerter ist es, dass in der Renngasse 10 nun ein Neubau fertig gestellt wurde.

Das dänische Architekturbüro 3XN, das kürzlich das neue Hauptquartier des Internationalen Olympischen Komitees in Lausanne geplant hat, machte aus einem Bürohaus (Investkredit-Zentrale) der 1970er Jahre ein schickes Wohnhaus. „Das Architektur-Konzept ist in enger Abstimmung mit der Stadt Wien entstanden“, erklärt Martin Müller, Geschäftsführer des Immobilienentwicklers JP Immobilien. „In der Gestaltung sollte nicht ein Altbau imitiert, sondern bewusst auf moderne Architektur gesetzt werden.“

Es entstand zwar ein etwas höherer Baukörper, dafür wurde der öffentliche Platz davor größer. Im Gebäude befinden sich nun 73 Apartments im Eigentum zwischen 50 und 240 Quadratmeter.

Besonderes Augenmerk lag bei der Planung in der hohen Qualität der Allgemeinflächen: So gibt es ein Gym für sportliche Aktivitäten, einen Yogaraum und einen Dining-Room samt zweier Küchen, der von allen Bewohnern benutzt werden kann.

Der Dining-Room muss dafür im Vorfeld aber reserviert werden. Gemeinschaftsflächen für Luxuskäufer? „Eine Woche, nachdem wir die ersten Wohnungen übergeben hatten, gab es bereits die erste Buchung für den Dining-Room“, erzählt Martin Müller.

Auch ein „Doorman“ kümmert sich um die Anliegen der Bewohner, etwa um die Annahme von Paketen, die Organisation von Reinigungsdiensten und ums Blumengießen, wenn die Eigentümer nicht da sind.

Das alles hat freilich seinen Preis: Der Durchschnittspreis liegt bei 12.500 Euro pro Quadratmeter, wobei im Dachgeschoß Spitzenpreise von bis zu 18.000 Euro pro Quadratmeter erreicht werden. Die meisten Wohnungen sind bereits verkauft.