Wohnen
12.02.2019

Design der Woche: Schattenspiel in 3-D

Ein freischwebendes Regal, das dreidimensional in die Wand wächst, klingt surreal. Stefan Diez hat es trotzdem möglich gemacht.

Wie ein Zaubertrick wirkt der neueste Entwurf vom deutschen Designstudio Diez Office. Denn das Regalsystem „rgd“, entworfen für den Möbelhersteller burgbad, schwebt nicht nur frei an der Wand. Die Gestalter vergrößern das Möbel zudem optisch und lassen es dreidimensional in die Wand hineinwachsen – und zwar ohne Hilfe von Spiegeln.

Wie das funktioniert, verraten die Designer rund um Stefan Diez während der erstmaligen Präsentation auf der heurigen Möbelmesse imm cologne. Um die Konstruktion schweben zu lassen, wurden zwei Montageschienen vertikal an die Wand geschraubt. Danach haben die Gestalter die farbigen Glasflächen in die Schienen geschoben und dadurch alle Anzeichen auf Schrauben verschwinden lassen.

Das farbige Schattenspiel entsteht, weil bei der Konstruktion auf Rückwände verzichtet wurde. „So haben wir die Anzahl der Bauteile reduziert und gleichzeitig die vorhandene Architektur einbezogen“, erklärt Diez Office die Idee. Der dreidimensionale Effekt ist ein Resultat aus dem raffinierten Zusammenspiel der farbigen Glasscheiben und des Lichteinfalls.

„rgb“ ist eine Kollektion aus Regalen, die mit Türen, Schubladen, Körben und Arbeitsplatten ergänzt werden kann und sich für den Wohnbereich, aber auch das Badezimmer eignet. Das Möbelsystem kann auf Fliesen, Naturstein, Beton oder Putz montiert werden, da Diez Office die Montageschiene aus Aluminium speziell für jeden Untergrund entwickelt hat. Erhältlich ab Herbst 2019. Weitere Infos unter info@burgbad.com

Schattenspiel in 3-D

Wie ein Zaubertrick wirkt der neueste Entwurf vom deutschen Designstudio Diez Office. Das Regalsystem „rgd“, entworfen für burgbad, schwebt frei an der Wand. Die Gestalter vergrößern das Möbel zudem optisch und lassen es dreidimensional in die Wand hineinwachsen. Erhältlich ab Herbst 2019. Weitere Infos unter info@burgbad.com

Schwedische Klassiker aus Österreich

Josef Frank wanderte 1933 nach Schweden aus, um für das Einrichtungshaus Svenskt Tenn zu arbeiten. Mit neuen Materialien wie Mahagony statt Birke und dem Einsatz knalliger Farben stellte der Österreicher die skandinavische Designkultur auf den Kopf. Eines seiner Stücke, das „Cabinet 2215“ feiert heuer 80-jähriges Jubiläum. Erhältich ab €14.500 unter www.svenskttenn.se

Alles läuft rund

Der japanische Designer Oki Sato entwarf für den italienischen Hersteller Minotti eine Tischkonstruktion, bei der er mit den Regeln der Geometrie spielt. "Ring" umfasst fünf Beistelltische in den Farben Bronze, Kupfer und Nickel. Erhältlich 1690 Euro bei Flagshipstore Minotti Wien.

Servieren mit Stil

Sebastian Herkner entwirft für den Möbelhersteller Schönbuch den Servierwagen "Grace" und kreiert damit ein Möbel von schlichter Eleganz. Erhältlich in den Farben Schwarz, Nachtblau und Rosenholz. Für alle, die es gern etwas pompöser mögen, gibt es eine limitierte Auflage von 50 Stück in Gold. Erhältlich ab  1404 Euro bei Grünbeck Einrichtungen, 1050 Wien.

Flauschiger Fauteuil

Benannt nach der Schwiegermutter des dänischen Designers Viggo Boesen geht der Lounge Sessel "Little Petra" 80 Jahre nach seiner ersten Auflage nun in Serienproduktion. Erhältlich ab € 4088,- bei JOHAN, Zollergasse 13, 1070 Wien.

Heiße Hülle

Kaum ein Möbelstück wird in den kalten Monaten so geschätzt wie ein Holzofen. Um diesen auch im Sommer einen  – zumindest dekorativen – Sinn zu geben, verpackt der deutsche Hersteller „Keramik Kaufmann“ die Holzöfen in schönes Design. Der Preis beträgt rund 11.000 Euro. www.kaufmann-keramik.de

Origami aus Holz

Architekt, Designer und Kunsthändler Frank Lloyd Wright designte den Sessel „607 Taliesin 1“ im Jahr 1986. Cassina zeigt in diesem Jahr eine Neuauflage des Sessels, inklusive einer limitierten Auflage in den Farben Rosso Amaranto“ (Bild), „Blue Notte“ und „Petrolio“. Erhältlich ab € 2928,– bei Designfunktion. www.designfunktion.at

Die Gottesanbeterin

Die Lampe, deren Designer zwar unbekannt ist, deren Form aber jeder Antiquitätenhändler kennt, trägt eigentlich den Namen „n°15.110 - Phasme M“. In den 1950er Jahren wurde sie erstmals entworfen und produziert. 2018 lanciert Leuchtendesigner Douglas Mont eine Neuauflage der Lampe in Insektenoptik. Erhältlich ab € 980. www.rispal.com

Sternenhimmel

Die beliebte Leuchte Olvidada von Pepe Cortès gibt es in der hängenden Einzel-Variante oder als Stehlampe – drei zusätzliche Ausführungen stehen zur Auswahl: als doppelte oder dreifache Leuchte und als opulenter Kronleuchter. Erhältlich bei Mobilis Collection in 1210 Wien. Die hängende Einzelausführung gibt es ab  690  Euro. www.bdbarcelona.com

Finnisches "Kastenkabinet"

Antrei Hartikainen entwarf für die in Finnland bereits etablierte Marke "Poiat" ein "Kastenkabinet" aus Eschenholz. Sein Möbel in der Form eines Vogelkäfigs soll die Grenzen zwischen Kunst und Design verschwimmen lassen.Erhältlich ab € 5796 bei Agentur Finnsideaut in 3021 Pressbaum.

Perlblauer Opaltisch

Patricia Urquiola  Glas Italia designte für Glas Italia einen Tisch aus gemaltem Metallrohr in Nacht-Perlblau mit einer Glasplatte als Oberfläche. Das Möbelstück ist ab 1500 Euro unter www.glasitalia.com erhältlich.

Womb Chair

Ein Klassiker, der heute noch zeitgemäß ist. Die Sitzschale aus Fiberglas war für die Entstehungszeit eine Innovation – das erste massenproduzierte Möbelstück aus diesem Material. Erhältlich ist der Sessel in verschiedenen Farben und zwei Größen, Medium und Classic, ab € 3050 erhältlich.

Jubiläums-Duo S 533 F

Der S 533 F von Ludwig Mies van der Rohe aus dem Jahr 1927 ist   von den jungen deutschen Designern Besau Marguerre neu interpretiert worden. Die Jubiläumsausgabe des Stahlrohr-Freischwinger S 533 F umfasst zwei Ausführungen: eine in Perlglanzchrom und anthrazitfarbenem Leder, eine in Champagnerchrom mit Leder in Zartrosé.  Ab September 2018 sind sie als Limited Edition von je 100 Exemplaren erhältlich (Kaufpreis: je € 1919).

Spiegel Piega

Der kristallförmige Spiegel „Piega“ der französischen Designerin Victoria Wilmotte hat einen Mindestumfang von 80 cm Länge und 48 cm Höhe. Der Edelstahlspiegel kann sowohl quer als auch vertikal an die Wand gehängt werden. „Piega“ ist bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen Wilmotte und dem deutschen Möbelhersteller ClassiCon. 2016 präsentierten sie den „Pli Side Table“ beim  Salone del Mobile in Mailand. Wilmotte designt aber auch für andere  namhafte Größen wie Ikea, Range Rover und La Redoute. Erhältlich ab € 742,– bei Designfunktion, 1010 Wien.

Chaiselongue LC4

Die Chaiselongue LC4 wurde 1928 von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand  entworfen. Das Design hat bis heute nicht an Aktualität eingebüßt. Die Liege gilt als Meilenstein der modernen Möbelgeschichte. Noch dazu verspricht sie wegen des ergonomischen Schwungs viel Komfort. Erhältlich ab 4296 Euro bei Designfunktion, Bauernmarkt 12, Wien.

Poltrona di Proust

Vor 40 Jahren hat der italienische Designer Alessandro Mendini den „Poltrona di Proust“ entworfen. Der mit Stoff bezogene geschnitzte Holzrahmen wurde im Original mit Tupfen händisch bemalt. Seither sind Überarbeitungen der Designikone entstanden. Zuletzt eine wettertauglichere Variante aus Polyethylen in knalligen Farben. Einfärbig in den Farben Schwarz, Weiß, Orange, Grün, Blau und Rot  um 620 Euro sowie in Multicolor um 1071 Euro erhältlich.