Wohnen
05.11.2018

Das Design der Woche präsentiert eine heiße Hülle

Damit Holzöfen im Sommer nicht zum Staubfänger mutieren, verpackt sie „Keramik Kaufmann“ in moderne Designs.

Stellen Sie sich vor: Es ist ein kalter Novembertag. Der Nebel hängt tief und immer wieder fallen abwechselnd Schnee und Regen vom Himmel. Sie selbst sind im wohlig warmen Wohnraum. Und nicht nur das, Sie liegen gemütlich vor dem Ofen und beobachten Holzscheit für Holzscheit beim Abbrennen.

Kaum ein Möbelstück wird in den kalten Monaten so geschätzt wie ein Holzofen. In der warmen Jahreszeit verkommt er allerdings zum Staubfänger und nimmt wertvollen Wohnraum weg. Um dem entgegenzusetzen und Holzöfen auch im Sommer einen – zumindest dekorativen – Sinn zu geben, hat sich der deutsche Hersteller „Keramik Kaufmann“ etwas Besonderes einfallen zu lassen.

„Gutes Design ist der Schlüssel für alles, was wir gestalten, herstellen und verkaufen“, erklärt Geschäftsführer Matthias Kaufmann. Jeder Ofen wird durchdacht geplant und aus eigens hergestelltem Keramik gebaut. Während das Unternehmen bereits mit namhaften Designern wie Sebastian Herkner zusammengearbeitet hat, ist der smaragdgrüne „Softedge 2“ (Bild oben) eine Eigenkreation. „Es sollte ein Kachelofen sein, der nicht wie eine riesige Kachelburg im Raum steht, sondern wie eine Kommode wirkt“, sagt Kaufmann. Der Preis beträgt rund 11.000 Euro. www.kaufmann-keramik.de

Designklassiker und Neuheiten

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Heiße Hülle

Kaum ein Möbelstück wird in den kalten Monaten so geschätzt wie ein Holzofen. Um diesen auch im Sommer einen  – zumindest dekorativen – Sinn zu geben, verpackt der deutsche Hersteller „Keramik Kaufmann“ die Holzöfen in schönes Design. Der Preis beträgt rund 11.000 Euro. www.kaufmann-keramik.de

Origami aus Holz

Architekt, Designer und Kunsthändler Frank Lloyd Wright designte den Sessel „607 Taliesin 1“ im Jahr 1986. Cassina zeigt in diesem Jahr eine Neuauflage des Sessels, inklusive einer limitierten Auflage in den Farben Rosso Amaranto“ (Bild), „Blue Notte“ und „Petrolio“. Erhältlich ab € 2928,– bei Designfunktion. www.designfunktion.at

Die Gottesanbeterin

Die Lampe, deren Designer zwar unbekannt ist, deren Form aber jeder Antiquitätenhändler kennt, trägt eigentlich den Namen „n°15.110 - Phasme M“. In den 1950er Jahren wurde sie erstmals entworfen und produziert. 2018 lanciert Leuchtendesigner Douglas Mont eine Neuauflage der Lampe in Insektenoptik. Erhältlich ab € 980. www.rispal.com

Sternenhimmel

Die beliebte Leuchte Olvidada von Pepe Cortès gibt es in der hängenden Einzel-Variante oder als Stehlampe – drei zusätzliche Ausführungen stehen zur Auswahl: als doppelte oder dreifache Leuchte und als opulenter Kronleuchter. Erhältlich bei Mobilis Collection in 1210 Wien. Die hängende Einzelausführung gibt es ab  690  Euro. www.bdbarcelona.com

Finnisches "Kastenkabinet"

Antrei Hartikainen entwarf für die in Finnland bereits etablierte Marke "Poiat" ein "Kastenkabinet" aus Eschenholz. Sein Möbel in der Form eines Vogelkäfigs soll die Grenzen zwischen Kunst und Design verschwimmen lassen.Erhältlich ab € 5796 bei Agentur Finnsideaut in 3021 Pressbaum.

Perlblauer Opaltisch

Patricia Urquiola  Glas Italia designte für Glas Italia einen Tisch aus gemaltem Metallrohr in Nacht-Perlblau mit einer Glasplatte als Oberfläche. Das Möbelstück ist ab 1500 Euro unter www.glasitalia.com erhältlich.

Womb Chair

Ein Klassiker, der heute noch zeitgemäß ist. Die Sitzschale aus Fiberglas war für die Entstehungszeit eine Innovation – das erste massenproduzierte Möbelstück aus diesem Material. Erhältlich ist der Sessel in verschiedenen Farben und zwei Größen, Medium und Classic, ab € 3050 erhältlich.

Jubiläums-Duo S 533 F

Der S 533 F von Ludwig Mies van der Rohe aus dem Jahr 1927 ist   von den jungen deutschen Designern Besau Marguerre neu interpretiert worden. Die Jubiläumsausgabe des Stahlrohr-Freischwinger S 533 F umfasst zwei Ausführungen: eine in Perlglanzchrom und anthrazitfarbenem Leder, eine in Champagnerchrom mit Leder in Zartrosé.  Ab September 2018 sind sie als Limited Edition von je 100 Exemplaren erhältlich (Kaufpreis: je € 1919).

Spiegel Piega

Der kristallförmige Spiegel „Piega“ der französischen Designerin Victoria Wilmotte hat einen Mindestumfang von 80 cm Länge und 48 cm Höhe. Der Edelstahlspiegel kann sowohl quer als auch vertikal an die Wand gehängt werden. „Piega“ ist bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen Wilmotte und dem deutschen Möbelhersteller ClassiCon. 2016 präsentierten sie den „Pli Side Table“ beim  Salone del Mobile in Mailand. Wilmotte designt aber auch für andere  namhafte Größen wie Ikea, Range Rover und La Redoute. Erhältlich ab € 742,– bei Designfunktion, 1010 Wien.

Chaiselongue LC4

Die Chaiselongue LC4 wurde 1928 von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand  entworfen. Das Design hat bis heute nicht an Aktualität eingebüßt. Die Liege gilt als Meilenstein der modernen Möbelgeschichte. Noch dazu verspricht sie wegen des ergonomischen Schwungs viel Komfort. Erhältlich ab 4296 Euro bei Designfunktion, Bauernmarkt 12, Wien.

Poltrona di Proust

Vor 40 Jahren hat der italienische Designer Alessandro Mendini den „Poltrona di Proust“ entworfen. Der mit Stoff bezogene geschnitzte Holzrahmen wurde im Original mit Tupfen händisch bemalt. Seither sind Überarbeitungen der Designikone entstanden. Zuletzt eine wettertauglichere Variante aus Polyethylen in knalligen Farben. Einfärbig in den Farben Schwarz, Weiß, Orange, Grün, Blau und Rot  um 620 Euro sowie in Multicolor um 1071 Euro erhältlich.