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Wissen Wissenschaft
01/27/2021

Forscher diagnostizieren: Rochen und Haie verschwinden immer mehr

Die Zahl der Haie und Rochen in den Weltmeeren ist in den vergangenen 50 Jahren dramatisch gesunken. Wissenschafter fordern jetzt dringend Fanggrenzen.

Minus 71 Prozent seit 1970: Als so hoch beziffern  Forscher um Nathan Pacoureau von der Simon Fraser University im kanadischen Burnaby den Verlust bei Haien und Rochen in einer am Mittwoch im Fachjournal Nature ver├Âffentlichten Studie.

Mehr als drei Viertel aller im Meer lebenden Arten von Haien und Rochen seien in ihrem Bestand gef├Ąhrdet. Drei Hai-Arten - der Wei├čspitzen-Hochseehai, der Bogenstirn-Hammerhai und der Gro├če Hammerhai - seien sogar akut vom Aussterben bedroht. Grund daf├╝r sei vor allem die ├ťberfischung.

Erste globale Analyse

Die Anzahl der von Fischern gefangenen Haie und Rochen im Vergleich zur Gesamtpopulation dieser Tiere sei seit 1970 um das 18-fache gestiegen.
Es handele sich um die erste globale Analyse dieser Art, hei├čt es von den Autoren.

Wissenschafter Pacoureau und seine Kollegen arbeiteten unter anderem mit zahlreichen regionalen Daten und sch├Ątzten darauf basierend die Entwicklung der Populationen von 18 Hai- und Rochenarten zwischen 1970 und 2018. Zudem analysierten sie damit das Risiko des Aussterbens f├╝r alle 31 Arten von Haien und Rochen.

Regierungen weltweit m├╝ssten dringend handeln, um das Aussterben zahlreicher Hai- und Rochenarten zu verhindern, fordern die Wissenschaftler. Beispielsweise m├╝ssten diverse Fang-Obergrenzen eingef├╝hrt werden, damit sich die Best├Ąnde erholen k├Ânnten.

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