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Krebsvorsorge und mehr
03/04/2016

Was das Superfood Brokkoli alles kann

Forscher finden immer mehr Schutzfaktoren gegen Krebs. Das Kohlgemüse ist auch ein Schlankmacher.

Drei- bis fünf Mal pro Woche Brokkoli auf dem Speiseplan senkt das Risiko für mehrere Krebsarten, belegen Studien schon länger. Dazu zählen etwa Brust-, Prostata- und Darmkrebs. Das Kohlgemüse hat eine stark antioxidative Wirkung und regt das Immunsystem an, freie Radikale zu bekämpfen. Bei Männern soll die Kombination aus Brokkoli und Tomaten Prostatakrebs vorbeugen.

Nun haben Forscher der Universität of Illinois einen weiteren positiven Effekt von Brokkoli-Konsum herausgefunden: Auch das Risiko für Leberkrebs sowie die Entwicklung einer Fettleber lassen sich mit dem grünen Kohlgemüse reduzieren, schreiben sie in ihrer Studie im "Journal of Nutrition".

Trotz des Wissens über die Krebsschutzfunktion habe bisher noch niemand die Auswirkungen auf die Leber analysiert, erklärt Studienautorin Elizabeth Jeffery. Brokkoli enthält eine Vielzahl an bioaktiven Substanzen, die offenbar die Ansammlung von Fett in der Leber behindert und damit einen Schutz bietet.

In Sachen Krebsvorsorge haben Forscher schon früher den Inhaltsstoff Sulforaphan genauer unter die Lupe genommen. Er wird für eine krebshemmende Wirkung verantwortlich gemacht. Labor- und Tierversuche zeigen erste vielversprechende Resultate für ein neues Krebsmittel, das in Kombination mit einem Brokkoli-Bestandteil Tumore der Bauchspeicheldrüse bekämpfen könnte.

Was sonst noch in Brokkoli steckt

Durch seine Nährstoffdichte kann Brokkoli aber noch viel mehr für die Gesundheit tun. Er enthält etwa zahlreiche Mineralstoffe: Kalium entwässert und senkt den Blutdruck, Kalzium stärkt die Knochen und Zink unterstützt die Haut. Auch Eisen, Phosphor, die Vitamine C, E und die B-Vitamine B1, B2 und B6, die bei der Bewältigung von Stress helfen, sind enthalten. Brokkoli gilt deshalb auch als Antistress-Gemüse.

Was viele nicht wissen: Brokkoli enthält sehr viel Vitamin C, nämlich 110 Milligramm Vitamin C je 100 Gramm und damit etwa so viel wie Paprika. Zum Vergleich: Bei Orangen sind es 50 Milligramm je 100 Gramm.

Häufiger Brokkoliverzehr kann Helicobacter plyori, ein Bakterium im Magen, das bis zu acht von zehn Menschen in sich tragen, reduzieren. Die Bakterien siedeln sich im Magen an und führen zu Beschwerden wie Entzündungen der Magenschleimhaut, Geschwüren bis hin zu Magenkrebs. Manche tragen den Keim ohne Beschwerden in sich.

Darüberhinaus ist Brokkoli auch noch ein Schlankmacher, der den Magen-Darm-Trakt nicht belastet. Durch seine Zellstruktur ist er leichter verdaulich als andere Kohlsorten. Gedünstet eignet er sich als Schonkost bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. 100 Gramm Brokkoli haben 25 Kalorien.

Der für die Krebsprävention interessante Inhaltsstoff Sulphoraphan kann ebenso die mit Arthritis einhergehende Zerstörung der Knorpel bremsen, zeigte eine britische Studie. Er hemmt die Bildung von Enzymen, die für den Abbau verantwortlich sind. Das gilt sowohl bei bereits Erkrankten als auch zur Prävention von Arthritis.

Sogar in Brokkolisprossen findet sich geballte Kraft. Laut einer Studie von Forschern aus den USA und der Schweiz können sie vor Grippeviren schützen. In ihrer Untersuchung reduzierten Brokkoli-Shakes die Entzündungen in der Nasenschleimhaut.

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