Wissen
12.05.2018

Spektakulärer Fund: Pferd starb bei Vulkanausbruch

In Pompeji fanden Archäologen einen neuerlichen Beweis für den großen Vesuv-Ausbruch 79 n Chr.: ein Pferd unter Asche

Das Faszinierende an der italienischen Ausgrabungsstätte Pompeji bei Neapel ist der Blick in eine alte Zeit: Beim plötzlichen Vulkanausbruch des Vesuv im Jahr 79 nach Christus wurde alles in so kurzer Zeit durch Asche bedeckt, dass das Leben teils wie eingefroren wirkt. Menschliche Überreste, Alltagssituationen und Tiere wurden unter einer Ascheschicht begraben und somit weitgehend konserviert.

Dass für diese archäologischen Traumbedingungen das Leben am Golf von Neapel in Sekunden vernichtete wurde und viele Tausend Menschen qualvoll starben, ist eine perfide Tatsache.

Das Pferd

Nun haben Archäologen wieder etwas entdeckt und es ist spektakulär wie lange kein Fund: Die Überreste eines Pferdes, die unter dieser Ascheschicht einen Hohlraum bildeten, konnten sie dabei so mit einem plastischen Gipsabdruck sichern, dass das Pferd komplett wiederzuerkennen ist. Der komplette Körper des Tieres ist nachgeformt worden und aufgrund der Beschaffenheit der gefundenen Knochen gehen die Wissenschaftler davon aus, dass es sich um ein ausgewachsenes Tier handelte.

Das Zaumzeug unter anderem aus Bronze weise darauf hin, dass es einer wohlhabenden Person gehörte. „Dieses Pferd muss ein Tier für repräsentative Zwecke gewesen sein“, gab Massimo Osanna, der Direktor der Ausgrabungsstätte, offiziell bekannt. und weiter: "Möglicherweise ist es auch für den Rennsport eingesetzt worden, das ist ein außergewöhnlicher Fund."