Warum es nicht egal ist, wie Sie in die Arbeit kommen

City mobility
Foto: Getty Images/soberve/iStockphoto .

Auf welche Weise man seinen täglichen Arbeitsweg zurücklegt, hat große Auswirkungen auf die eigene Gesundheit.

Es zählt für die Gesundheit, auf welche Weise man seinen Arbeitsweg gestaltet – das zeigt jetzt eine umfangreiche Studie, die im renommierten British Medical Journal  veröffentlicht wurde. Dafür haben Forscher den Arbeitsweg von insgesamt 260.000 Menschen analysiert – ob sie mit dem Rad fahren, zu Fuß gehen,  öffentliche Verkehrmittel nützen oder Kombinationen dessen. Dies wurde wiederum in Relation zu Krankheiten des Herzkreislaufsystems, Krebs sowie mit Todesfällen innerhalb von fünf Jahren gesetzt.

Biken bringt's

THEMENBILD-PAKET: RADFAHREN / RADFAHRER / VERKEHR Foto: APA/HELMUT FOHRINGER Das wenig überraschende Ergebnis: Die größten gesundheitlichen Vorteile bringt das Radeln. Biker hatten ein um 41 Prozent reduziertes Risiko, innerhalb dieser fünf Jahre zu versterben – im Vergleich zu jenen, die Öffis nützen oder sich auf dem Weg zur Arbeit gar nicht bewegen. Selbst Menschen, die nur ein Stück des Arbeitswegs mit dem Rad fuhren, profitierten.  Dem Herz besonders zuträglich ist auch der tägliche Fußweg in die Arbeit und wieder zurück. Die Fußgänger hatten ein um 27 Prozent reduziertes Risiko für eine Herz-Kreislaufattacke und ein um 36 Prozent verringertes Risiko, daran zu sterben. Die Gründe dafür scheinen logisch: Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien, die den Stellenwert körperlicher Betätigung untermauern . Mit einem „bewegten“ Arbeitsweg baue man auf natürliche Weise Fitness in den Alltag ein. Der Studienautor Jason Gil von der University of Glasgow hofft, dass diese Erkenntnisse dazu führen, dass die Städte noch fußgänger- und radlerfreundlicher werden. 

Stufen steigen statt Kaffee trinken

Übrigens: Auch am Arbeitsplatz selbst sollte man in Bewegung bleiben. Etwa, indem man Stufen nimmt, statt den Aufzug. Zehn Minuten Stiegensteigen ersetzt sogar eine belebende Dosis von 50mg Koffein, um das typische Nachmittagstief zu überwinden, heißt es ebenfalls in einer neuen Studie aus dem Journal Physiology und Behaviour.

(Kurier / GK) Erstellt am
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