Ägyptische Pilger mit Atemschutzmaske

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Erster Nachweis
04/27/2014

Mers-Virus in Ägypten

Erreger kann zu Nierenversagen und schwerer Lungenentzündung führen.

Das gefährliche Coronavirus Mers breitet sich in den arabischen Ländern weiter aus. Der Erreger ist laut Medienberichten erstmals in Ägypten nachgewiesen. Ein infizierter Mann sei gerade erst aus Saudi-Arabien zurückgekehrt. Der Erreger Mers-CoV (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) kann zu Nierenversagen und schwerer Lungenentzündung führen. Die meisten Todesfälle gibt es in Saudi-Arabien. Dort stieg am Wochenende die Zahl der Toten weiter an: Am Sonntag hatte das Gesundheitsministerium in Riad 94 Todesfälle registriert, sieben mehr als noch am Freitag. Die Zahl der Infektionen lag in dem Königreich demnach bei 323. Die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Margaret Chan hatte im vergangenen Jahr den Erreger als "eine Gefahr für die ganze Welt bezeichnet".

Wissenschafter konnten nachweisen, dass das Mers-Virus bei etlichen Kamelen Saudi-Arabiens zu finden ist und dass es bei den Tieren schon seit mindestens zwei Jahrzehnten kursiert. Bei 75 Prozent der aktuellen Fälle handelt es sich nach WHO-Einschätzung aber um eine Ansteckung von Mensch zu Mensch. Oftmals hätten sich zum Beispiel Mitarbeiter im Gesundheitssektor angesteckt.

Am SARS-Erreger, der ebenfalls zu den Coronaviren zählt, waren vor zehn Jahren rund 800 Menschen gestorben. Mers gilt zwar als weniger ansteckend, führt aber häufiger zum Tode.

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