Mehr Infektionen nach den Ferien

Eine Nahaufnahme eines Virus mit blauen und weißen Proteinen auf einer braunen Membran.
Bisher sind nur wenige Österreicher betroffen. In anderen Ländern steigt die Anzahl der Erkrankten.

Noch werden in Österreich nur vereinzelte Infektionen mit Grippe-Viren registriert. Doch in mehreren Ländern – etwa Spanien oder Polen – gibt es bereits einen steigenden Trend. „Nach den Weihnachtsferien ist auch in Österreich mit einem Anstieg der Infektionszahlen zu rechnen“, sagt der Sozialmediziner Univ.-Prof. Michael Kunze: „Denn die Kinder sind die Motoren einer Grippewelle – sie infizieren Eltern und Großeltern.“

Eine seriöse Vorhersage über den Verlauf der heurigen Grippewelle sei nicht möglich. Auch Aussagen über den Einfluss des warmen Wetters seien nur begrenzt möglich. „Der Vorteil könnte sein, dass die Menschen mehr hinausgehen und es dadurch zu weniger Infektionen kommt.“

Für die Impfung gegen die echte Virusgrippe sei es jedenfalls noch nicht zu spät, betont Kunze: Denn eine Grippe-Welle dauert in der Regel zumindest acht Wochen – manchmal sogar zehn bis zwölf Wochen. Die Impfung kann zwar eine Infektion nicht zu 100 Prozent verhindern – bei Geimpften ist aber der Krankheitsverlauf in der Regel deutlich milder.

Laut Weltgesundheitsorganisation sind jährlich 10 bis 20 Prozent der Weltbevölkerung von einer Infektion betroffen. In Österreich muss man in einer Saison mit 300.000 bis 400.000 Erkrankten und rund 1000 grippebedingten Todesfällen rechnen.

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