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05/01/2012

Jugendstudie: Lebenszufriedenheit sinkt

Schlafstörungen, Kopfweh, regelmäßiger Nikotinkonsum: Eine neue WHO-Studie zeigt, wie es Österreichs Jugend geht.

Gesundheitsminister Alois Stöger ist ein Optimist: "Positiv auffällig ist, dass – entgegen allen Klischees – die österreichischen Schüler keine kettenrauchenden Komasäufer sind. Sie rauchen und trinken weniger, wenn auch auf hohem Niveau." Für die aktuelle HBSC-Studie der WHO zur Kinder- und Jugendgesundheit wurden 200.000 Elf-, 13-, 15- und 17-Jährige aus 40 Staaten der WHO-Region Europas und Nordamerikas befragt (in Österreich 6500 Teilnehmer). Die wichtigsten Ergebnisse aus Österreich:

Gesundheit Mehr als 85 Prozent der Schüler geben an, zumindest über eine gute Gesundheit zu verfügen. Die durchschnittliche Lebenszufriedenheit hat allerdings abgenommen. Zu den häufigsten Beschwerden gehören: Einschlafstörungen (17,2 Prozent), Kopfschmerzen (14,4 Prozent) und Gereiztheit bzw. schlechte Laune (14,2 Prozent).

Ernährung 57,6 Prozent der Schüler essen nicht täglich Obst oder Gemüse. Umgekehrt konsumieren 39 Prozent der Mädchen und Burschen täglich entweder Süßigkeiten, süße Limonaden oder beides.

Gewicht Nur 48,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen gaben an, "ungefähr das richtige Gewicht" zu haben. Etwa 40 Prozent der 15-jährigen Mädchen waren unzufrieden mit ihrem Körper. 22 Prozent machten eine Diät, obwohl nur jede Zehnte übergewichtig war.

Bewegung Nur jeder fünfte Schüler hält sich an die Empfehlung, täglich mindestens 60 Minuten körperlich aktiv zu sein. Umgekehrt werden durchschnittlich fünf Stunden an Schultagen und sieben Stunden an schulfreien Tagen mit sitzendem Freizeitverhalten verbracht – etwa mit Fernsehen oder am Computer.

Rauchen Jeder vierte Schüler, bezogen auf alle untersuchten Altersstufen, gibt an, zu rauchen. Ein Drittel (32,6 Prozent) der 17-Jährigen raucht täglich.

Alkohol Jeder Vierte (bezogen auf alle Altersstufen) trinkt mindestens einmal in der Woche Alkohol. Bei den 17-Jährigen sind es sogar 60,4 Prozent. Mit 15 Jahren war schon jedes dritte Mädchen zumindest zwei Mal deutlich alkoholisiert.

Drogen Ein Fünftel (19,6 Prozent) der 15- und 17-Jährigen hat bereits zumindest einmal Cannabis konsumiert.

Sexualität Der Bericht zeigt, durchschnittlich jeder vierte 15-Jährige ist bereits sexuell aktiv.

Schikanen 34,9 Prozent der Kinder und Jugendlichen waren in den zwölf Monaten vor der Befragung zumindest einmal in eine Rauferei verwickelt. 42,3 Prozent beteiligten sich in dieser Zeit am Schikanieren bzw. Bullying von Mitschülerinnen und Mitschülern. 38,3 Prozent berichten, Opfer von Bullying-Attacken gewesen zu sein.

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