Wissen
11.09.2018

Jahrelanger Streit: Gestohlene Totenmaske wieder zurück in Peru

Nach einem 19 Jahre dauernden Rechtsstreit mit Deutschland ist die Maske aus dem 8. Jahrhundert wieder in Peru.

Eine von Deutschland zurückgegebene präkolumbische Totenmaske ist wieder in Peru. Staatspräsident Martin Vizcarra präsentierte am Montag (Ortszeit) in Lima die Sicán-Maske aus dem 8. Jahrhundert, meldete die Nachrichtenagentur Andina. Erst vor wenigen Tagen hatte Deutschland die Goldmaske an das lateinamerikanische Land zurückgegeben.

Dem war ein 19 Jahre dauernder Rechtsstreit vorausgegangen, wie die peruanische Zeitung "El Comercio" berichtete. Das Interpol-Büro in Wiesbaden hatte die Maske 1999 sichergestellt. Peru musste danach beweisen, dass das Stück dem Land gehöre, sagte Kulturministerin Patricia Balbuena. Am vergangenen Donnerstag hatte das Land Bayern die Maske in der peruanischen Botschaft in Berlin übergeben. Die Sicán-Kultur an der Nordküste Perus hatte ihre Blütezeit von etwa 700 bis 1375.