Wissen | Gesundheit
27.03.2018

Wer mit Sport aufhört, hat höheres Risiko für Depression

Regelmäßiges Training zu beenden, hat Auswirkungen auf die Psyche.

Bewegung ist für die körperliche und geistige Gesundheit wichtig – das ist seit langem bekannt. Wer regelmäßig Sport macht, profitiert in vielerlei Hinsicht. Eine aktuelle Studie der Universität von Adelaide in Australien zeigt nun allerdings, dass das Beenden des Trainings zu depressiven Symptomen führen kann.

Für die Studie wurden 152 Menschen untersucht, die mindestens drei Mal pro Woche über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten trainierten. Jede ihrer Trainingseinheiten dauerte mindestens 30 Minuten. Alle Teilnehmer beendeten das Training, wobei die Auswirkungen des Aufhörens auf die psychische Gesundheit der Betroffenen für einige fast unmittelbar spürbar waren.

„In einigen Fällen führte das Ende des Trainings zu signifikanten Erhöhungen der depressiven Symptome nach nur drei Tagen“, sagt Studienautor Bernhard Baune. „Andere Studien zeigten, dass die depressiven Symptome der Menschen nach den ersten ein bis zwei Wochen anstiegen, was immer noch ziemlich bald nach Beendigung des Trainings ist.“

Vor allem die teilnehmenden Frauen zeigten nach Ende ihrer Sportausübung häufiger depressive Symptome als die Männer. Bisherige Studien zeigen, dass regelmäßiges Training Depression reduzieren und sogar bessern kann. Was passiert, wenn regelmäßige Trainingseinheiten nicht mehr stattfinden, war jedoch kaum untersucht.