Nipah-Virus: Sehr geringes Risiko für Europäer nach Fällen in Indien
Einer der beiden mit dem Nipah-Virus Infizierten wird auf ein isolierte Intensivstation in Kozhikode im indischen Bundesstaat Kerala gebracht.
Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC schätzt das Risiko einer Ansteckung mit dem Nipah-Virus für Europäer nach zwei nachgewiesenen Fällen in Indien als sehr gering ein. Eine Einschleppung des Virus durch Reisende sei zwar nicht auszuschließen, aber unwahrscheinlich, teilte die in Stockholm ansässige Behörde am Donnerstag mit.
Da Flughunde, die das Virus übertragen, in Europa nicht vorkommen, sei auch das Risiko einer Weiterverbreitung nach einer möglichen Einschleppung niedrig.
In Indien waren zuvor zwei Infektionen im Bundesstaat Westbengalen bekanntgeworden. Den indischen Behörden zufolge handelt es sich um Mitarbeiter desselben Krankenhauses. 196 Kontaktpersonen wurden ermittelt, die jedoch alle negativ auf das Virus getestet wurden. Südostasiatische Länder wie Singapur, Thailand und Malaysia haben ihre Einreisekontrollen verschärft.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Sterblichkeitsrate bei einer Nipah-Infektion auf 40 bis 75 Prozent. Es gibt weder einen Impfstoff noch eine wirksame Behandlung.
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