Wissen | Gesundheit
06.06.2018

Kaffee verbessert die Arbeit im Team

Die gemeinsame Arbeit wird besser bewertet. Außerdem tragen Teilnehmer nach Kaffeegenuss mehr zur Gruppenleistung bei.

Gute Teamarbeit beginnt mit einer Tasse Kaffee – das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der amerikanischen Ohio State University. Die Forscher fanden heraus, dass Menschen die Leistung ihrer Gruppe bei einer Aufgabe sowie ihren eigenen Beitrag dazu deutlich besser bewerteten, wenn sie zuvor koffeinhaltigen Kaffee tranken.

In einer zweiten Untersuchung konnte gezeigt werden, dass Gruppenteilnehmer unter Einfluss von koffeinhaltigem Kaffee mehr reden als jene, die keinen Kaffee tranken. Sie steuerten aber nicht nur leere Worthülsen bei, sondern äußerten sich passend zum Thema.

Macht wacher

Kaffee scheint für die Arbeit in Teams „magisch“ zu wirken, indem er die Leute wacher macht, sagte Studienautor Amit Singh. „Wir haben festgestellt, dass erhöhte Aufmerksamkeit zu den positiven Ergebnissen der Teamleistung geführt hat“, erklärte Singh. Dies ist nicht überraschend – dass koffeinhaltige Getränke wachmachen, ist wohlbekannt. Neu ist allerdings, dass nicht nur die individuelle Leistung besser wird, sondern sich auch die Teamleistung, also das gemeinsame Arbeiten, verbessert.

Für die erste Untersuchung wurden Studenten, die von sich sagten, dass sie Kaffeetrinker seien, angewiesen, vor dem Experiment keinen Kaffee zu trinken. Eine Hälfte der Teilnehmer bekam dann Kaffee und wurde in Fünfergruppen aufgeteilt. Nachdem sie eine Tasse Kaffee getrunken und ihren Geschmack bewertete hatten, wurde 30 Minuten gewartet, um das Koffein wirken zu lassen. Die andere Hälfte der Teilnehmer erhielt den Kaffee erst nach dem Experiment.

Positivere Bewertung

Anschließend las jede Gruppe einen Text über ein kontroverses Thema, worüber sie 15 Minuten diskutierten. Anschließend bewerteten sich die Teilnehmer selbst sowie gegenseitig. Die Ergebnisse zeigen: Jene, die vor der Diskussion den Kaffee getrunken hatten, bewerteten sich und ihre Teamkollegen positiver als jene, die erst danach eine Tasse Kaffee bekamen.

Die zweite Studie verlief ähnlich. Eine Hälfte trank jedoch entkoffeinierten Kaffee, die anderen koffeinhaltigen Kaffee. Auch hier bewerteten sich die Gruppenteilnehmer positiver – sie gaben sich wechselseitig bessere Noten. Und: Sie sprachen über relevantere Dinge, nachdem sie koffeinhaltigen Kaffee getrunken hatten.