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Wissen
01/26/2020

Auch Stress lässt Haare ergrauen

Forscher der Harvard-Universität kamen jetzt zu neuen Erkenntnissen über die Ursache des Farbverlusts.

Graue Haare dürften nicht nur eine Alterserscheinung sein, sondern auch mit Stress zusammenhängen. Zumindest bei Mäusen. Zu diesem Ergebnis kamen Stammzellenforscher der Harvard University in einer neuen Studie. Stress führt offenbar zum Verlust jener Zellen, die die Haare mit Pigmenten versorgen, schreibt das Team um Stammzellenforscherin Ya-Chieh Hsu im Fachmagazin Nature.

Verantwortlich für graue Haare sind Melanozyten, Zellen, die die Farbpigmente von Augen und Haaren bestimmen. Sie gehen aus Stammzellen hervor, die im Lauf des Lebens abnehmen und keine Melanozyten mehr produzieren können.

Ob auch Stress diesen Prozess stoppen kann? Um das herauszufinden, setzten die Harvard-Forscher 20 schwarze Mäuse auf verschiedene Arten unter Stress. sie ließen etwa nachts das Licht brennen, spritzten ihnen eine Chililösung, um die Schmerzwahrnehmung zu aktivieren oder trennten sie von ihren Artgenossen.

Stress verursacht weiße Flecken

Das Ergebnis war klar: Jeder Stress verursachte verursachte weiße Flecken im Fell der Tier - ganz im Gegensatz zur Kontrollgruppe, die ein normales Leben führte. In der Tat waren in den Haarfollikeln der Mäuse unter Stress keine Stammzellen mehr zu finden.

In der Folge untersuchten die Forscher auch, ob etwa Hormone, die bei der Stressreaktion ausgeschüttet werden, das Ergrauen beschleunigen könnten. Fündig wurden sie bei Noradrenalin, das sich an Vorläufer der Melanozyten bindet. Als dieser Rezeptor blockiert wurde und das Hormon nicht mehr andocken konnte, blieb auch das Fell gestresster Mäuse schwarz.

Ob dads auch bei Menschen so ist, ist allerdings noch unklar und wird weitere Forschungsarbeit benötigen. Allerdings gebe es Hinweise darauf, betont Ya-Chieh Hsu.

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