Sterbehilfe: Jetzt gibt es in Österreich Empfehlungen der Bioethikkommission

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Suizid-Tourismus
08/21/2014

Fälle von Sterbehilfe in der Schweiz verdoppelten sich

In den vergangenen vier Jahren kamen Menschen aus 31 Ländern, davon 268 aus Deutschland, 126 aus Großbritannien und 66 aus Frankreich in die Schweiz, um zu sterben.

Die Zahl jener Menschen, die durch aktive Sterbehilfe in der Schweiz aus dem Leben scheiden, ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das geht aus einer Studie hervor, die jetzt im Journal of Medical Ethics veröffentlicht wurde. In Österreich und vielen anderen Ländern ist diese Form der assistierten Selbsttötung gesetzlich nicht erlaubt, sondern lediglich der Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen.
Forscher der Universität Zürich und des Psychiatriezentrums Münsingen hatten am Institut für Rechtsmedizin in Zürich die Daten von 611 Menschen (zwischen 23 und 97 Jahre alt, 60 Prozent davon Frauen) ausgewertet, die sich zwischen 2008 und 2012 bei der Selbsttötung assistieren ließen.
Die Zahl der Ausländer, die zum Sterben in die Schweiz gekommen waren, verdoppelte sich damit in vier Jahren. Insgesamt kamen sie aus 31 Ländern, davon 268 aus Deutschland, 126 aus Großbritannien und 66 aus Frankreich. Fast die Hälfte litt an neurologischen Erkrankungen wie Lähmungen, Parkinson oder Multiple Sklerose. An zweiter Stelle folgen Krebs sowie rheumatische Krankheiten. Bis auf vier hatten sich alle Betroffenen an das in Deutschland und Österreich umstrittene Institut „Dignitas“ gewandt und töteten sich mithilfe eines Schlafmittels.

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