Müde Jugendliche suchen online Ablenkung

Eine junge Frau schläft auf einem Sofa vor ihrem Laptop ein.
Surfen im Netz ist eine Folge von Schlafmangel - das begünstigt eine Online-Sucht, besagt neue Studie.

Smartphones und soziale Medien wie Facebook sind Schuld daran, dass (junge) Menschen zu wenig schlafen. Davon können nicht nur viele Eltern und Lehrer ein Lied singend. Darauf haben viele Studien bereits hingewiesen. Doch langes Surfen im Netz ist nur die Folge von Schlafmangel, wie Forscher der University of California (USA) herausgefunden haben. Studienleiterin Gloria Mark erklärt das so: „Wer müde ist, aber nicht einschlafen kann, sucht nach Ablenkung. Und da ist Internet und Facebook optimal. Es ist seicht und es ist einfach.“

Fataler Teufelskreis entsteht

Das ist fatal, weil so ein Teufelskreis entsteht: Wer müde ist und unter chronischem Schlafmangel leidet, der geht seinen Mitmenschen nicht nur wegen seiner schlechten Laune auf die Nerven. Der Erschöpfte ist auch unkonzentrierter, leichter ablenkbar und seine Augen hüpfen häufiger zwischen verschiedenen Bildschirmen hin und her. Auf die Dauer begünstigt der Schlafmangel so eine Facebook- oder Online-Sucht.

Smartphones wurden für Studie überwacht

Für ihre Studie wurden 74 Studenten während einer Woche beobachtet, indem ihre Smartphones überwacht wurden. Zudem mussten die jungen Menschen Fragen beantworten: Wie gut bzw. schlecht ist Ihre Laune? Wie schwierig ist eine Aufgabe, die sie zu bewältigen haben? Wie sehr sind Sie in Ihrer Arbeit bei der Sache? Sinn der Studie laut Autoren: Es sollen Technologien und Produkte entwickelt werden, die auf übermüdete Nutzer zugeschnitten sind. Eine Studie, die zeigt, wie man wieder gut schläft, steht da noch aus.

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