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Sex-Doctors
12/09/2015

Fit für die Erektion

Je dicker, desto schlapper - leider auch im Bett. Warum ein fitter Körper gut für die Potenz ist.

von Gabriele Kuhn

Jede 10. Österreicher hat einen Body-Mass-Index über 30. Bei diesen Männern sind die Erektionsstörungen doppelt so häufig wie bei normalgewichtigen Männern. Übergewicht führt immer auch zu einer erhöhten Fettansammlung um den Darm und zur typischen Apfelform des Körpers. Genau dieses Fett ist die Ursache dafür, dass die Betroffenen mit der Zeit Bluthochdruck entwickeln, zu Diabetikern werden, Cholesterin- und Harnsäurespiegel ansteigen. All diese Faktoren zerstören die Strukturen, die für eine Erektion wichtig sind.

Busen statt Erektion – wie Fett die Manneskraft zerstört

Da ist zum Einen die innerste Schicht der Blutgefäße des Penis: Diese Schicht ist wichtig, weil sie die Botenstoffe bildet, die eine Erektion erst ermöglicht. Wenn gleichzeitig auch noch ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus vorliegt, dann werden auch die Nerven, die für die Erektion wichtig sind, zerstört, sodass später auch keine Potenztabletten mehr wirken können. Die äußere Fettschicht des Bauches reduziert das (Männer-)Hormon Testosteron, weil es zu Östrogen umgewandelt wird. Diese Männer entwickeln typischerweise einen Busen.

Zerstörte Blutgefäße und Testosteronmangel sind eine tödliche Kombination für die Erektion. Das Testosteron sorgt nämlich nicht nur dafür, dass die Penismuskeln fit bleiben, es sorgt auch für die nötige Lust und dafür, dass die Reize vom Gehirn im Penis ankommen, um dort die Botenstoffe für die Erektion freizusetzen. Gleichzeitig unterstützt es den Penis bei seinem nächtlichen und morgendlichen Trainingsprogramm während der REM-Phasen, in denen sich der Penis aufrichtet. Die internationale Diabetesgesellschaft sieht einen Bauchumfang von über 95 cm als kritisch an. Wer also sexuell fit sein will, tut gut daran, einen Lebensstil zu wählen, der sexualfreundlich ist. Es zeigt sich nämlich, dass alleine eine Reduktion des Körpergewichtes um 10 Prozent zu einer deutlichen Verbesserung der Erektionsfähigkeit führt.

Fitnessprogramm für die Erektion

Mit diesem Training tun Sie Ihrer Manneskraft etwas Gutes. Für die Hormone: 2 bis 3x wöchentliches Krafttraining, jeweils 3 bis 4 Sätze, 10 bis 15 Wiederholungen, bei 50 bis 70 %-Maximalkraft. Für die Potenz: 2 bis 3 Mal wöchentliches Ausdauertraining, jeweils 45 Minuten, 1000 bis 3000 kcal/Woche verbrennen.

INFO: Bei Österreichs erster sexualmedizinischer Hotline (Tel.: 0900 88 80 80, genaue Sprechzeiten finden Sie hier) können Frauen und Männer, die Fragen zum Thema Sexualität oder sexuelle Probleme haben, mit sexualmedizinisch geschulten ÄrztInnen sprechen (Selbstkostenpreis von 1,80 Euro/Min.).

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