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Wirtschaft
12/05/2011

Zorn der Griechen wächst

Massenstreiks aus Protest gegen die Sparmaßnahmen legten Athen lahm. Die Gewerkschaft droht, das Land völlig ins Chaos zu stürzen.

Kein Bus, keine U-Bahn, keine Straßenbahn, keine Taxis - und stundenlang keine Flüge: Massenstreiks aus Protest gegen die harten Sparmaßnahmen der Regierung legten am Donnerstag den Verkehr in der griechischen Hauptstadt Athen lahm. Auch die Lehrer streikten gegen die geplanten Gehaltskürzungen und Entlassungen im öffentlichen Dienst. Am Mittwoch kündigte die Regierung an, bis Ende des Jahres 30.000 Beamte abbauen zu wollen. Griechische Medien berichteten, dass die Experten von EU, IWF und EZB ("EU-Troika") die Entlassung von 200.000 Beamten gefordert hätten. Die Gewerkschaft drohte, das Land völlig ins Chaos zu stürzen. Am 5. und 19. Oktober sind landesweite Streiks angesagt. Was die Griechen am meisten aufregt: Es gilt als unsicher, ob diese Einschnitte ausreichen, um das Land aus der Krise zu führen.

Spielraum im Kampf gegen die Pleite haben die Griechen keinen mehr. Die EU-Troika will nächste Woche nach Athen reisen, um die Einhaltung der Bedingungen für die nächste Kredittranche zu überprüfen. Die US-Bank Goldman Sachs hält eine größere Umschuldung für unausweichlich. EU-Ratspräsident Van Rompuy betonte, eine Pleite werde mit allen Mitteln verhindert.

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