„Wir haben keine Mieter, wir haben Gäste“

„Wir haben keine Mieter, wir haben Gäste“
Was die beiden Chefs der Immofinanz Dietmar Reindl und Stefan Schönauer mit einer Milliarde Euro in Cash in Zukunft so alles vorhaben

Ein neuer Versuch ist immer möglich. Dass die Übernahme der s Immo durch die Immofinanz im Sommer gescheitert ist, bedeutet nicht, dass die Immofinanz ihre Pläne endgültig begraben hat. Auch wenn es dazu kein eindeutiges offizielles Statement gibt. Stefan Schönauer, Finanzvorstand der Immofinanz, blickt entspannt in die Zukunft: „Wir halten uns bei der s Immo alle Optionen offen und sehen aktuell keinen Handlungsbedarf.“ Immerhin besitzt die Immofinanz weiterhin über 26 Prozent der Anteile der s Immo.

Für die Aufhebung der Höchststimmrechtsschwelle der s Immo – eine Voraussetzung für das Übernahmeangebot – wären 75 Prozent der Anteile notwendig gewesen. Die Immofinanz hat aber lediglich 61 Prozent erreicht. Schönauer: „Deshalb mussten wir unser Angebot zurückziehen.“

Die Höchststimmrechtsschwelle sorgt dafür, dass maximal 15 Prozent der Anteile bei der Abstimmung zählen, unabhängig davon, wie viele Anteile ein Aktionär tatsächlich besitzt. Diese Schwelle nennt Schönauer ein „nicht mehr zeitgemäßes Instrument, das Aktionärsrechte beschneidet.“

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