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Thailand
02/07/2015

Wiener Fahrzeugbauer zahlt Millionen-Schadenersatz

GDELS Steyr Gmbh rechtfertigt: "Wurden in Turbulenzen der thailändischen Innenpolitik hineingezogen".

Der Wiener Fahrzeugbauer GD European Land Systems (GDELS) Steyr GmbH (früher: Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeuge) muss 820 Millionen thailändische Baht (22,06 Millionen Euro) Schadenersatz an die Stadtverwaltung Bangkok zahlen. Dies hat ein Genfer Schiedsgericht Ende des Vorjahres verfügt, berichtet profil.

Die Entschädigung steht demnach im Zusammenhang mit einem 2004 erhaltenen Auftrag zur Lieferung von 315 Feuerwehrfahrzeugen und 30 Löschbooten nach Thailand im Gegenwert von 6,6 Mrd. Baht. Die Fahrzeug-Auslieferung erfolgte ab 2006. Dann kam es zu Untreue- und Korruptionsvorwürfen gegen thailändische Entscheidungsträger - der Kaufpreis soll deutlich zu hoch ausgefallen sein.

"Das Urteil war nur die formelle Feststellung eines bereits früher getroffenen Vergleichs."

2013 fassten der damalige stellvertretende Innenminister Pracha Maleenont und ein ranghoher Feuerwehroffizier Haftstrafen von zwölf beziehungsweise zehn Jahren aus. Beide flüchteten aus Thailand. Die Witwe und Erbin des früheren Gouverneurs Bangkoks und späteren Ministerpräsidenten Thailands Samak Sundaravej wurde 2014 ihrerseits zu 587 Mio. Baht Schadenersatz verurteilt, schreibt profil.

GDELS-Steyr-Geschäftsführer Robert Pristauz-Telsnigg sagt dem Magazin: "Das Urteil war nur die formelle Feststellung eines bereits früher getroffenen Vergleichs. Wir wurden mit diesem Geschäft in die Turbulenzen der thailändischen Innenpolitik hineingezogen und haben uns diesbezüglich nichts vorzuwerfen."

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