Wiesner-Hager auf der ORGATEC: Büro neu denken.

© APA OTS

Wirtschaft
10/11/2021

Wiener Büromarkt: Vermietungsleistung nur bei 63 Prozent

„Der Anstieg der Vermietungen um rund 52 Prozent zum Vorquartal zeigt die steigende Bereitschaft von Büronutzern für eine Veränderung ihrer Standorte".

Die Coronakrise hat den Wiener Büromarkt fest im Griff. Doch nach einem deutlichen Dämpfer im ersten Halbjahr zeigt der Markt im dritten Quartal erstmals wieder positive Signale.

„Der Anstieg der Vermietungen um rund 52 Prozent zum Vorquartal zeigt die steigende Bereitschaft von Büronutzern für eine Veränderung ihrer Standorte“, sagt Steven Bill Scheffler,Teamleiter Bürovermietung bei Otto Immobilien. Dennoch bleibt die Vermietungsleistung heuer klar unter den Erwartungen. Sie liegt für die ersten drei Quartale 2021 im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres nur bei knapp 63 Prozent, heißt es im aktuellen BüromarktUpdate von Otto Immobilien. Das zweite Quartal hatte mit gerade einmal 15.252 m² neuvermieteter Bürofläche gemäß VRF Standard* (Vienna Research Forum) einen Negativrekord der vergangenen fünf Jahre verzeichnet.

„Für viele Unternehmen hat jetzt die Evaluierung der Büroflächensituation hohe Priorität, jedoch sind die Prüfungen des nachhaltigen Flächenbedarfs sowie der Anforderungskriterien an ein neues Büro umfangreicher geworden und verlängern somit den Entscheidungsprozess,“ berichtet Scheffler. Meist scheitere die Konkretisierung einer Übersiedelung an dem Ausbleiben eines „perfect fit“, also der idealen Option der Standortsuche. „Daher entscheiden sich Nutzer manchmal gegen eine Veränderung und arrangieren sich in ihrer Bestandsimmobilie. Oder sie melden frühzeitig Interesse für künftige Projekte an, die erst in einigen Monaten oder gar Jahren verfügbar sein werden“, sagt Scheffler. Dieser Trend werde den Wiener Büromarkt auch längerfristig begleiten.

Neubauflächen oder Refurbishments in TopLagen sind laut Otto Immobilien auch weiterhin ein seltenes Gut, da die Projektpipeline für die Jahre 2022 und 2023 mit 130.800 m² bzw. 116.140 m² nicht eben üppig sei. Dazu komme, dass ein Gros der Flächen außerhalb der zentralen Lagen bzw. dem Central Business District liegt. „Viele Großnutzer weichen daher auf hochwertige und innovative Quartiersentwicklungen aus, die einen breiten Mix aus unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten und Serviceangeboten bieten“, erläutert Scheffler. In den kommenden Jahren werden diese Quartiere nach seiner Einschätzung weiter an Bedeutung gewinnen und einen steigenden Zuzug verzeichnen.

* Für Büroflächen gemäß den Qualitätsstandards des Vienna Research Forums (moderne Büroflächen, ab 1990 gebaut/generalsaniert mit gewissen
Qualitätskriterien)

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.