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Wirtschaft
04/14/2020

Wiener Börse: Technische Probleme dominieren Handelstag

Störung beim Xetra-Handelssystem führte zu Handelsunterbrechung von viereinhalb Stunden.

Technische Probleme haben am Dienstag den Handelstag an der Wiener Börse dominiert. Aufgrund eines Problems beim elektronischen Handelssystem Xetra T7 stand der Handel am heimischen Aktienmarkt am Vormittag und über Mittag mehrere Stunden still. Am Nachmittag wurde er dann wieder aufgenommen, allerdings kam es dann zu Problemen bei der Datenauslieferung der Wiener Börse. Der letzt verfügbare Kurs von Nachmittag zeigt den ATX mit einem Plus von 0,79 Prozent.

Das Xetra-Problem betraf neben der Wiener Börse auch sämtliche andere Märkte, die das von der Deutschen Börse entwickelte Handelssystem verwenden - darunter die Börsen in Frankfurt, Prag und Budapest. In Wien kam der Handel am Vormittag gegen 9.25 Uhr zum Erliegen. Erst über viereinhalb Stunden später, um 14.00 Uhr, wurde er wieder aufgenommen.

Ein Fehler in der internen Kommunikation des Handelssystems habe das Problem ausgelöst, erklärte ein Sprecher der Deutschen Börse gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Nicht betroffen vom Ausfall war der Parketthandel in Frankfurt, der allerdings nur einen geringen Teil der Gesamtumsätze ausmacht. An der Wiener Börse wird dagegen ausschließlich elektronisch gehandelt.

Nachdem der Handel wieder aufgenommen worden war, gab es in Wien gut eine Stunde später das nächste Problem: Die Wiener Börse konnte ab 15.09 Uhr keine Kurse mehr ausliefern. "Infolge der technischen Störung traten am Nachmittag Probleme bei der Verteilung von Kursdaten und der Berechnung von Indizes auf", hieß in einer der APA übermittelten Stellungnahme der Wiener Börse. Man arbeite mit Hochdruck an einem Neustart der Datenverteilung und werde die Kurse nachliefern.

Beim Leitindex ATX sei bis dahin der um 15.09 Uhr ermittelte Letztstand von 2.201,41 Punkten der vorläufige Schlussstand. Dieser entspricht einem Plus von 0,79 Prozent gegenüber dem Vortag.

Der Handel habe am Nachmittag regulär stattgefunden, sagte eine Sprecherin der Wiener Börse zur APA. Das Problem würde lediglich die Datenverteilung betreffen. Angaben zur Dauer der Verzögerung könne sie vorerst keine machen.

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