Davos: Die Festung in den Alpen

Alljährlich versammelt sich die kapitalistische Elite im Schweizer Kurort - bewacht von Tausenden Polizisten und Soldaten.

Für fünf Tage mutiert Davos wieder zum Nabel der kapitalistischen Welt. Ein Blick in die Schweizer Alpen.  "Resilient Dynamism“, zu Deutsch: "Widerstandsfähige Dynamik". Unter diesem sperrigen Slogan treffen sich Spitzenpolitiker und Topmanager aus aller Welt wieder zum "World Economic Forum", kurz WEF. Die Jahrestagung (23.-27. Jänner 2013), bei der Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur über aktuelle weltpolitische Probleme debattieren, findet heuer bereits zum 43. Mal statt. (Bild: Schauspielerin Charlize Theron) Veranstaltungsort ist seit jeher das 11.000-Einwohner-Städtchen Davos in Graubünden. Beschaulich, möchte man meinen. Doch ein Blick hinter die Kulissen der Weltbühne zeigt auch ein anderes Bild. Denn während Mitarbeiter die letzten Vorbereitungen treffen und... ... jeder Winkel noch auf Hochglanz gebracht wird,... ...nehmen im Freien Männer mit anderen Kalibern Stellung.
  Hier patrouilliert ein Schweizer Soldat hinter Stacheldraht mit Fernglas. Nicht der einzige. Insgesamt werden mehr als 5000 Schweizer Polizisten und Soldaten Flugplätze, Straßen und Gebäude sichern. Damit dann beim "jährlichen Klassentreffen der globalen Eliten im Schnee", wie die Neue Zürcher Zeitung die Tagung nannte, auch nichts passiert. Hochbewacht, das Herzstück der Veranstaltung: das Kongress-Zentrum. Um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten, werden zudem Kampfjets den Luftraum überwachen (Ein Eurocopter 635 der Schweizer Armee setzt zur Landung an). Auch das Österreichische Bundesheer ist im Einsatz: Eurofighter werden sicherstellen, dass sich keine unbekannten Flugzeuge über dem Territorium Österreichs dem Konferenzort in der Schweiz nähern können. Österreich wird übrigens diesmal nicht so hochrangig vertreten sein, dasselbe gilt für die USA und China.
 
(KURIER, APA) Erstellt am
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