Der aktivste Börseplatz war heuer bis dato Nordamerika.

© REUTERS/DAVID GRAY

statistik
09/29/2014

Weltweit drängen Unternehmen an die Börse

So viele Neuzugänge wie seit 2011 nicht mehr.

Für die meisten Aktienmärkte zeichnet sich ein positives Jahr mit Kursgewinnen ab – trotz diverser politischer Krisen. Die Erklärung: Die Notenbanken fluten die Märkte mit viel Geld, das angesichts des niedrigen Zinsumfelds vor allem in Aktien fließt. Auch Unternehmen, die noch nicht an der Börse notieren, wollen dieses günstige Umfeld nutzen und wagen den Schritt aufs Parkett.

Laut Erhebung des Unternehmensberaters EY gingen in den ersten neun Monaten dieses Jahres weltweit 851 Unternehmen an die Börse. Das ist der höchste Wert seit 2011. Beim Transaktionsvolumen ist es jetzt schon der beste Wert seit 2010 (siehe Grafik). Besonders gut entwickelte sich Europa. Hier hat sich das Emissionsvolumen zum Vorjahr von knapp 13 auf gut 53 Mrd. US-Dollar vervierfacht, die Zahl der Börsegänge von 99 auf 211 mehr als verdoppelt.

Der aktivste Börseplatz war heuer bis dato Nordamerika (220 Unternehmen, 77 Mrd. Dollar Volumen). Die drei größten Börsegänge sind aber allesamt chinesischen Ursprungs. Neben der Agricultural Bank sowie der Industrial and Commercial Bank (je 22 Mrd. Dollar) war dies vor kurzem in New York die eCommerce-Plattform Alibaba (25 Mrd. Dollar).

"Angesichts des Mega-Börsegangs von Alibaba drohten andere Kandidaten, weniger Aufmerksamkeit zu bekommen als gewünscht", sagt Gerhard Schwartz, Partner bei EY-Österreich. Daher sei es verständlich, dass in den Wochen vor Alibabas Schritt etwas Zurückhaltung zu spüren gewesen sei. "Das heißt aber auch, dass in den kommenden Wochen viele Unternehmen mit Hochdruck an die Börse drängen." Morgen, Mittwoch, ist der Modehändler Zalando in Frankfurt an der Reihe, einen Tag später das Mutterhaus Rocket Star. Eine Kursblase wie im Jahr 2001 sieht Schwartz noch nicht.

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