BMW ruft seit Mitte Juli wegen möglicher Fehler in Airbag-Systemen in älteren Fahrzeugen der 3er-Reihe weltweit mehr als 1,6 Millionen Autos zurück. Grund für die Maßnahme seien Gasgeneratoren in den Beifahrerairbags, die in seltenen Fällen bersten könnten.

© Reuters_Fabrizio Bensch

Verzögerungen
07/08/2013

BMW: Magelware Ersatzteile

Wegen einer Softwareumstellung sind die Ersatzteillager leer. 1200 Autos können nicht repariert werden.

BMW hat derzeit Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Ersatzteilen für seine Fahrzeuge und verprellt damit seine Kunden. "1200 Autos stehen in den Niederlassungen und können nicht repariert werden", sagte Gesamtbetriebsrats-Chef Manfred Schoch der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Auslöser für die Versorgungspannen war dem Bericht zufolge eine Softwareumstellung Anfang Juni im zentralen Logistiksystem. Seitdem warten Händler und Niederlassungen tagelang auf Ersatzteile.

Die Zwischenlager seien im Vorfeld der Umstellung nicht ausreichend bevorratet worden, sagte Schoch: "Es hätte andere Lösungen gegeben, aber man wollte Geld sparen. Jetzt wird es dreimal so teuer", kritisierte er. "Wir haben einen massiven Verlust bei Umsatz und Deckungsbeitrag und unzufriedene Kunden."

Burkhard Weller, Chef des Autohändlers Wellergruppe, klagt ebenfalls über fehlende Ersatzteile. "Bislang wurden wir dreimal am Tag mit Ersatzteilen beliefert", sagte er. Das sei derzeit nicht mehr der Fall. Ein Sprecher von BMW bestätigte am Sonntag die Rückstände bei Teilelieferungen. Allerdings normalisiere sich die Situation wieder. Nur etwa fünf Prozent aller Teilelieferungen würden verspätet bei den Händlern und Werkstätten ankommen, sagte der Sprecher.

BMW: Verkaufsrekord

BMW hat im ersten Halbjahr trotz der Autoflaute in Europa einen neuen Verkaufsrekord eingefahren. Weltweit legten die Absatzzahlen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um 6 Prozent auf 954.521 Fahrzeuge zu, wie der Konzern am Montag in München mitteilte.

Zu dem Wachstum trug vor allem Asien bei, wo BMW bis Ende Juni rund 272.00 Fahrzeuge auslieferte und damit 14,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den USA verbuchte der Autohersteller ein Plus von 9 Prozent. In Europa hingegen herrschte Stillstand: Dort lagen die Verkaufszahlen mit knapp 437.000 Fahrzeugen in etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2012.

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