Verdacht auf Gaskartell - OMV betroffen
Die EU-Kommission hat beim heimischen Öl- und Gaskonzern
OMV und weiteren Gaslieferanten in Mittel- und Osteuropa wegen des Verdachts illegaler Absprachen Razzien durchgeführt.
Die Konzerne - darunter der deutsche Energieriese EO.N und eine tschechische Tochter von RWE - hätten womöglich gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen oder hätten Informationen über die Verstöße anderer Unternehmen. Die Unternehmen sollen sich Märkte aufgeteilt, Preise abgesprochen und Konkurrenten am Markteintritt gehindert haben.
Die OMV selbst bestätigte am Dienstag Abend die Untersuchungen. Es fänden derzeit in mehreren europäischen Ländern Nachprüfungen der EU-Kommission statt. Auch bei österreichischen Unternehmen im Gasbereich. "Wir kooperieren selbstverständlich mit den Behörden", teilte die OMV mit, "und unterstützen diese bei ihren Nachprüfungen." Zu Details wollte sich der Ölmulti nicht äußern.
Laut Medienberichten geht es vor allem um die Geschäfte und Lieferverträge von Gazprom mit Großhändlern in Mittel- und Osteuropa.
Hohe Strafen
Werden die Wettbewerbshüter fündig, drohen den Unternehmen hohe Geldstrafen. Absprachen über Preise und Konditionen zum Schaden von Verbrauchern und Kunden sind in der EU streng verboten. Die Kartellbehörden können den beteiligten Unternehmen dafür Geldbußen von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes aufbrummen.
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