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Energie
11/04/2014

Verbund kämpft mit "klima-neutralem" Gas um Kunden

Österreichs größter Stromkonzern steigt mit Lockangebot in den Gasmarkt ein.

Der Verbund, Österreichs größter Stromkonzern, steigt ins Geschäft mit Erdgas ein. Ab sofort wird Haushalten und Kleingewerbe erstmals bundesweit "klimaneutrales" Gas angeboten. Der Verbund besorgt sich das Gas dabei ganz normal über die Börsen.

Die Argumente "Klimaneutralität" und "Alles aus einer Hand" sollen bewirken, dass sich die Kunden auch für eine Belieferung mit Gas erwärmen, hofft man im Stromkonzern - beziffern will man die Erwartungen aber nicht näher. Laut dem üblichen Österreich-Mix stammen 20 Prozent des Erdgases aus österreichischer Erzeugung, 56 Prozent aus Russland, der Rest aus Norwegen und Deutschland. Wie für alle Gaslieferanten vorgeschrieben ist auch der Verbund mit vertraglich gesicherten Speicherreserven für den Winter gerüstet.

Das durch den Verbrauch von Erdgas erzeugte CO2 wird bei "plusGas", so der Markenname, durch die Förderung und den Ausbau Erneuerbarer Energien - wie etwa das Wasserkraftwerk Ashta in Albanien - eingespart. Das soll offiziell von der unabhängigen deutschen Prüfgesellschaft TÜV Nord bestätigt werden.

Preise

Pro Kilowattstunde verlangt der Verbund 3,30 Cent, inklusive Umsatzsteuer sind das 3,96 ct/kWh. Diese Energiepreise garantiert der Verbund bis 31. März 2017. Hinzu kommt noch ein monatlicher Grundpreis pro Zählpunkt in Höhe von netto 1,50 Euro bei "plusGas-Online" bzw. 2,08 Euro bei "plusGas-Klassik" (brutto sind das 1,80 bzw. 2,50 Euro pro Monat). Bei der Online-Variante erfolgen Vertragsabschluss und gesamte Kundenbetreuung digital. Beim "Klassik"-Produkt bietet man den Kunden eine persönliche Betreuung und Kommunikation auf dem herkömmlichen Briefweg.

Als besonderes Zuckerl gewährt man Neukunden bei einem Wechsel bis 30. April 2015 "3 Monate Gratis-Gas". Generell sind die Verträge jederzeit kündbar. Die neuen Verbund-Gas-Tarife finden sich bereits im Tarifkalkulator der Energie-Control.

Sparprogramm

Im Strombereich steht der Verbund offenbar vor Einschnitten: Laut Standard wackeln 150 bis 300 Arbeitsplätze, vor allem bei den Kraftwerken und in der Zentrale Stellen. Eine Pressesprecherin wollte die Zahlen nicht kommentieren, verwies aber darauf, dass sich die Situation am Strommarkt nicht verbessert habe.

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