Safeway-Werbung in San Francisco.

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US-Einzelhandel
03/07/2014

Cerberus will Supermarkt-Gigant schmieden

2400 Supermärkte, 250.000 Angestellte: Cerberus will Safeways für 9,1 Mrd. Dollar kaufen und plant Fusion mit Albertsons.

Im US-Einzelhandel steht eine weitere Milliardenübernahme an: Zwei der größten Supermarktketten wollen zusammengehen, um sich gegen die zunehmende Konkurrenz zu wappnen. Der US-Investmentfonds Cerberus will für 9,1 Mrd. Dollar (6,6 Mrd. Euro) die kalifornische Supermarktkette Safeway kaufen und mit der Einzelhandelskette Albertsons fusionieren.

Cerberus wolle 40 Dollar pro Safeway-Aktie zahlen, hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung beider Unternehmen. Zusammen hätten beide 2400 Supermärkte, 27 Vertriebszentren und 250.000 Angestellte. Safeway ist in den USA die Nummer zwei hinter Branchenführer Kroger Co's und auch der neue Konzern würde auf Rang zwei hinter Kroger aus Cincinnati rangieren.

Noch so manche Hürde

Und der Wettbewerber könnte noch eine gewichtige Rolle in dem Deal spielen: Denn in der Vereinbarung von Safeway und Albertsons gibt es eine Frist von 21 Tagen, in denen ein weiterer Interessent ein Offert abgeben kann. Kroger sei zuletzt an der Übernahme von Teilen von Safeway interessiert gewesen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise berichtete.

Der Verwaltungsrat von Safeway hat der Übernahme am Donnerstag (Ortszeit) bereits zugestimmt. Die Safeway-Aktionäre sollen 40 Dollar je Aktie erhalten. Sie müssen das Angebot noch annehmen. Auch die Wettbewerbshüter müssen ja sagen. Eine ihrer Auflagen könnte sein, dass einige Filialen verkauft werden müssen. Bis Jahresende soll das Geschäft abgeschlossen sein.

Branchenexperten gehen davon aus, dass Cerberus durch die Fusion etwa in der Verwaltung und bei der Herstellung von Produkten Geld sparen kann. Zur Schließung von Läden soll es im Zuge des Zusammenschlusses nicht kommen.

Österreich-Bezug

Es handelt sich um eine der größten fremdfinanzierten Übernahmen seit der Finanzkrise. Cerberus ist in Österreich Mehrheitsaktionär der BAWAG PSK.

Mit weniger Umsatz ins Jahr gestartet

Die US-Einzelhändler haben zu Jahresbeginn überraschend Umsatzeinbußen erlitten. Sie hatten im Jänner 0,4 Prozent weniger in den Kassen als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit stagnierenden Umsätzen gerechnet. Klammert man den Autosektor aus, verharrten die Einnahmen auf dem Vormonatsniveau.

Der Einzelhandel macht etwa 30 Prozent der privaten Konsumausgaben in den USA aus. Die wiederum stehen für rund 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung und gelten deshalb als zuverlässiges Stimmungsbarometer für die gesamte Konjunktur.

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