Wirtschaft
01.06.2018

US-Strafzölle: Stahlaktien erholen sich, voestalpine noch im Minus

Papiere deutscher Stahlkonzerne haben bereits am Donnerstag vorweg auf die US-Strafzölle reagiert.

Weil Washington nach einer letzten Schonfrist im Handelsstreit mit der EU Ernst gemacht und 25-prozentige Strafzölle auf Importe von Stahl und 10 Prozent auf Aluminium einhebt, sind am Freitag europäische Stahlaktien schärfer in den Blick gerückt. Die Aktie der voestalpine verlor in Wien bis kurz nach 10.30 Uhr 1,70 Prozent, in der Spitze waren es heute früh zunächst einmal 3,66 Prozent Abschlag.

Die Papiere des Alu-Konzerns AMAG notierten Freitagvormittag um 2,24 Prozent unter dem Wert vom Mittwoch, ebenfalls eine Erholung nach einem kurzzeitigen Kursverlust von bis zu 5,9 Prozent kurz nach Handelsbeginn.

Frankfurter Börse nicht handelsfrei

Die Aktien großer deutscher Stahlkonzerne wie ThyssenKrupp und Salzgitter litten am Freitag nicht mehr unter dem US-Zollgesetz, bei diesen Titeln war es vorweg bereits am gestrigen Donnerstag bergab gegangen. An der Börse in Frankfurt war der Fronleichnamstag - anders als in Wien - nicht handelsfrei. Gestern verlor die Aktie von Salzgitter rund 2 Prozent, Thyssenkrupp gab um 1,2 Prozent nach. Diese Verluste wurden heute im Vormittagshandel praktisch wettgemacht.

ArcelorMittal hatte es an der Börse von Paris auch am Donnerstag auf ein leichtes Plus gebracht, die Aktie notierte am Freitagvormittag um 2,42 Prozent höher.